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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
167
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Schreiben an einen Oberenbbiner. 167

offenbarten, Gesetze lebten, mit sich in seinen Tod znvereinigen, und also das Gesetz für Alle zu erfüllen.Dies hatten Sie, nach Ihrer großen Neigung für dieLehre von der Unsterblichkeit der Seele, gewiß gethan;und wie groß würde Ihre Freude gewesen seyn, nun dieWorte.- daß des Weibes Saamcn der Schlange denKops zertreten sollte, und verschiedne andre Ausdrückeder Propheten, auf das glücklichste gebrauchen zu kön-nen! Endlich hatten Sie diesen Ewigen nothwendig wie-der auferstehen, und zum Himmel fahren lassen müssen,weil es das ganze System mit sich bringt, daß wir indem Ewigen nicht bloß sterben, sondern eigentlich demGesetze absterben, und so viel unsrer in den Tod desEwigen getauft sind, zu einem ewigen Leben erwecketwerden sollen. Vielleicht hatten Sie auch gar in devKette Ihrer philosophischen Operationen ein symboli-sches Vercinigungsmittel mit diesem Ewigen, eine Taufein seinen Tod, und eine Genicßung seines Leibes, nothiggefunden, um sich der Unsterblichkeit so viel mehr ver-sichern, und mit Paulus freudig ausrufen zu kön-nen : So ist nun nichts Sterbliches an denen die in die-sem Ewigen sind, so wenig nach dem Leibe als demGeiste; so sind alle Menschen in Einem gefallen, undalle auch in Einem wieder auscrwecket worden.

So weit, dünkt mich, waren Sie an dem Fade»Ihrer Betrachtung gekommen, ohne eben von einemunsichtbaren Wesen geschoben zu werden; und wenn Siemit dem Kopfe ans dem Ellenbogen, und mit dem Ellen-bogen auf Ihrem eigenthümlichen Tische, der Sachenoch einmal mitleidig nachgedacht hatten: so wäre esIhnen auch wohl unmöglich gewesen, die guten Patri-archen, welche in dem festen Vertrauen auf eine künf-tige Erlösung gestorben waren, in der Holle vermodern

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