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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
162
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,s. Schreiben an einen Oberrabbiner.

von einer Versähnnng Gottes durch das bittere Leidenund Sterben seines Sohns und von dem ganzen Erlo-sungswerke, ein beständiges und unüberwindliches Aer-gerniß sey: so wird die Sache ernsthafter und der Streitwichtiger; und ich muß Ihnen gerade heraus sagen,daß alles das Ungereimte was sie darin zu finden ver-meinen, wahrscheinlich die eigne Lehre Ihrer Rcligions-verwandten der Pharisäer sey, und daß der Ueber-gang von dieser Sekte zu unsrer Religion keine neuenPrämissen, sondern nur den Beweis des Faktums erfor-dert habe. Paulus ward ohne weitern Unterricht eingroßer christlicher Lehrer, sobald er von dem letzterndurch ein Wunder überzeugt worden; und die Pharisäerund Schriftgelehrten sagten nicht undeutlich: er lch-ret wie wir lehren; hat er aber wegen des Faktumseine nähere Offenbarung durch einen Engel erhalten,wer kann wider Gott streiten?" (Apostelgesch. 2 z, 9.)

Fugegeben haben Sie mir, daß Moses die Lehrevon der Unsterblichkeit der Seele gar nicht genutzt, unduns vielmehr den Verlust derselben unter dem Verlustedes göttlichen Ebenbildes vorgetragen habe. Hierübersind wir beide eins, und ich habe nicht nothig, einenWarburton zu plündern um Sie davon zu überzeu-gen. Sie haben mir weiter zugegeben, daß die Worte:

Du bist Erde uttd sollst zur Erde werden,

bey den Jsraclitcn das Gesetz geheißen, oder doch hei-ßen können; eben wie wir den Tod das allgemeine Gesetzder Natur nennen, oder von einem Verstorbeneil sagen,daß er die Schuld der Natur bezahlt habe. Was denGott Abrahams, Jsaaks und Jakobs bewogen, das kaumerschaffene Geschlecht der Menschen unter dieses Gesetzzu geben; ob es bloß der Sündenfall unsers gemein-

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