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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
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158
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158 Sendschreiben an Herrn von Voltaire.

den, wenn er nicht manchmal diejenigen mir lustigenAntworten abgefertiget hatte, die nichts weiter suchtenals die Spotter auf ihre Seite zu bringen, und sich aufseine Kosten lustig zu machen. Unsre itzigc Art zu strei-ten ist feiner; vielleicht nur darum, weil die Gelassenheittriumphirendcr und beißender ist, als ein ganz Vade-mecum von Grobheiten.

Jedoch ich folge lieber der Meinung des Freyhcrrnvon Scckendorf *), daß die Beymischung dermenschlichen Schwachheiten die 5brast seines göttlichenBerufs nicht hinderte. Denn sonst kann man die vor-nehmste Lehre der römischen Kirche widerlegen, die einenvortrefflichen Unterschied zwischen dem Papst in csrbeäraund dem Papst im Schlafrocke zu machen weiß, wennman die Lehre Luthers durch seine Sitten widerlegenwollte. Eine außerordentliche Große hat gewohnlichnicht die Reinigkeit der Mittelmäßigen.- sagt, nach demLongin, der Abt Resnel, in seinen Anmerkungen überdie folgenden Worte des Pope:Ich mag lieber einenerhabenen und hitzigen Schriftsteller leiden, der zwar- manchmal, aber allezeit edel sinkt, als die furchtsamenReimschmiede, die in ihrer Regelmäßigkeit gezwungensind, und wo uns zwar nichts mißfällt, aber auchnichts ergötzet Luthers Vertheidiger sind so weitgegangen, daß sie der guten Katharinc von Bora die inihrer ganzen Bildung herrschenden sittsamen Reize abge-sprochen haben, um Luthcrn desto gewisser von dem Ver-dacht zu befrepcn, als wenn ihm ihre Schönheit gefallen

hätte.

") b-kixtum Immsnae clebilitatiz, cuius miuime im-munis emr Uurliei'ns, non impaclic vim 8piriru8clivini. in Inlk. Uutb. U. II. L. 12. F. ZZ.

P, 88.

. tue ls, Li'ic. cliant. II. v. 57.