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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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»?4 Scbrcibcn an den Herrn Vicar in S'avvucn.

kcl? Je nun: so hatten wir wieder eine Offenbarung.Einem Fürsten? Dem werden wir schwerlich den Vor-zug des Verstandes einräumen, und die Natur mochteleicht einen Kammerpräsidenten zu ihrem Hohenpriestererhalten. Einer versammelten Geistlichkeit? Gut; aberwürden wir nicht gleich fragen: Redet sie dieses auseigener oder aus gottlicher Macht? Und so kamen wirwieder zu einer Offenbarung, oder zu Menschentand.Die Priester der Natur würden sich auch von den beidenPolen nicht versammeln, um eine allgemeine Ausle-gung, wie Sie doch verlangen, zu machen. Und wenndie Schwarzen und Weißen nur jede eine besondereKirchenversammlung hielten: so hatten wir doch schonzwei) Auslegungen, die, dem Ansehen nach, sehr ver-schieden seyn würden. Dem versammelten Volke? Die-ses würde freylich das beste und natürlichste seyn. DieStimme des Volks würde die Stimme Gottes heißen.Aber, sollte der große Haufe eben die Ehrfurcht vorsemem eigenen Werke haben, die er vor einer Offenba-rung haben kann? Würde dasselbe wohl zu vereinigenseyn? Würde die Erinnerung des Zanks und der dabeyvorgefallenen Heftigkeiten nicht die Macht der Religionenschwachen? Würde nicht Voltaire aus dem Untergän-ge zLissabons einen bösen Urheber der Natur, und Can-dide bey dem weißen Mädchen auf dem schwarzen Atlaseinen gütigen voraussetzen?

In der That, diese Schwierigkeiten sind groß,und ich bin bereit anzunehmen, daß alle Volker solcheeingesehen, welche sich Orakel erwählt haben. DieOrakel sind gute Beweise der Nothwendigkeit cinerOffcn-barung. Obige Schwierigkeiten haben die weisestenMänner dahin zurückbringen muffen. Sie konnten dieAusb'gung der Natur nicht heiligen, ohne sie von Gottkommen zu lassen. Sie konnten solche bey dem Mangel

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