Schreiben an den Herrn Viear in Savoyen. i z i
jeden üllter und in jeder Laune, offenbarte: so wurdenC " per:iik oder N ewto n eine krumme Linie erfinden,wodurch diese öfteren Erscheinungen in den ordentlichenLauf der Natur gerechnet werden konnten. M a u p e r-tuis wurde es thöricht finden, Gott in die Kosten sovieler Minder zu stürzen, wo er uns mir dem bloßenS heme derselben regiereu könnte. Und wenn GorcesWore vom Himmel regnete: so legte Herr Rousseaugewiß eine Druckerei) in dem Monde an. Das thätenwir Philosophen gewiß. O, es ist eine mächtige Rede:Hören stc Mosen und die Propheten nicht, so werden sieauch nicht glauben ob jemand von den Todten zu ihnenkäme. Es ist ein hartnäckiges Volk; beides der Ph.lo-soph und der Mensch. Fünf Centncr halten sie nicht.
Was meynen Sie nun, wenn wir unsre Foderun-gen billig machten, und von Gotc kemc andre Kennzei-chen forderten, als solche die in unsre fünf Sinne, oderin unsre Einsicht fallen können? Wenn wir dieses tha-ten: so würden wir schon unser lüsternes Verlangennach außerordentlichen Kennzeichen aufgeben, und end-lich erkennen, daß wir hier auf Erden keine geflügelteApsstck. welche uns die Wahrheit aus den Wolken pre-digen, zu erwarten haben.
Was dächten Sie weiter, wenn ich gegen Sie denSah wagte, daß die Oekonomie einer jeden Religion er-forderte , öffentlich zu behaupten daß außer ihr kein Heilsey? Mir scheinet es, als könne eine Religion ihre bür-gerliche Wirkung ohne diesen Grundsatz nicht haben.Wenigstens bilde ich mir ein. wenn in einem öffentlichenKatechismus mir großen Buchstaben die Kinderlehrestünde: Mau kann in allen Religionen seligwerden, daß dieses den nöthigen Enthusiasmus un-
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