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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
106
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Harlekin

tergeburten seines Gelächters würdigt. Ich, und Alleswas von unserer Familie ist, wird sich aber nie einensolchen Vorwurf zu Schulden kommen lassen. Es ge-hen mithin alle obige Anklagen nur wider diejenigen,welche als Gespenster in meiner Gestalt erscheinen.

Wenn dieses aber auch nicht wäre, so glaube ichdoch, daß die Art der grotesken Malerei), da solche einebestandige Ausschweifung ist, mehrere Freyheiten alsandere komische Stücke habe. Drydcn, um dasFeld derselben zu erweitern, tadelt, wiewohl mit Un-recht, einen Racine, daß er seine Roxane in demTone des Stücks rasen ließe, und dadurch eine Mo-notonie verursachte. Seiner Meinung nach, Ware dieNatur der Leidenschaften überall einerley. Der Wohl-stand fiele in den großen Bewegungen weg, und einerasende Königinn oder ein rasendes Heringsweib warensich in diesem Augenblicke beide gleich. Der Dichtermüsse die Natur malen, wie sie wäre. So wäre dieOphclie im Hamlet gerathen. Und nach diesenGrundsätzen schimpfen Drydens Octavia undKleopatra trotz einer Prinzessinn vom Holzmarkte. Errechtfertiget dieses mit dem Exempel des Achilles, wel-cher in seinem Zorn einem erhitzten Packcntragcr nichtsnachgäbe.

Nun leugne ich zwar nicht, daß der allgemeineTon des Stücks den Coutrast beschwerlicher mache,und deswegen die Hand eines Meisters erfordre, damitaus der Symphonie keine Monotonie werde; ich leugnenicht, daß der großmüthige Stolz eines Gusmann,der großmüthige Haß eines Zamorc, die großmü-thige Liebe einer Alzire, die großmüthige Dankbarkeiteines Alvarez, da alle Personen in die genauesteEinheit des Tons gestimmt sind, einen langweiligen

Gleich-