oder Vertheidigung des Groteske -Komischen. ioz
manhcld, sondern einen jungen Menschen, dessen Ein-heit ans einem nicht wunderbaren Gemische bestund.
Die Einheit des Tons, welchen in der Musik fastJeder kennet, und wodurch das Concerto der Stimmen,der Farben, der Stellungen, der Personen, und kurz,aller zu einem Ganzen versammelten Theile erhaltenwird, ist dasjenige, was dem Auge der Kenner nichtentwischt, und zu der wesentlichen Schönheit des Gan-zen geHort. Eine nackte Unschuld, welche dasjenige mitder Hand bedeckt worüber ein Aephpr die braunen Lockenstreuen sollte, sündigt wider die Einheit des Tons.Wenn Corneille aus dem Heroischen ins Natürliche,und Racine ans dem erhabenen Zärtlichen in diemenschliche Sprache der Verliebten tritt; wenn Cupi-dos Glut - und Liebespfeile um CatoS stille Großeschwärmen; wenn ein Deutscher das Wortin der Z ayrc durch Franzos übersetzt; wenn eineungeschminkte Person bei) Abend unter geschminkten aufder Bühne erscheint, und solchergestalt den heutigenCothnrn ausziehet; wenn eine einzige Stimme auf derBühne nicht in das Concerto der übrigen geHort; wenneine Prinzessinn nicht mit Anstand zürnet, oder ein Hirtim Trauerspiel wie bey seiner Heerdc spricht; und wasdergleichen Falle mehr sind, wovon ich hier nur ausjeder Art einen angeführt habe: so fühlt jeder Kenner,
G 4 daß
*) lA-aneois hat im Französischen einen Adel den es imDeutschen nicht hat, und muß daher nothwendig in derZayre durch Franke übersetzt werden, zumal da inder Türkei), wo die Handlung ist, alle Christen Frankenheißen, und die Deutschen daS von dem Herrn von Vol.-taire so geschickt mit eingeflochtene Lob der FranzösischenNation entbehren können.
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