oder Vertheidigung des Groteske-Komischen. ie?i
dem XII. die Bühne betritt, ist nie von meiner Familiegewesen, und ich gebiete hiermit allen meinen Nachkom-men, sich bey Verlust meines väterlichen Segens allesUmganges mit demselben zu enthalten , ja, ich gehe inmeinen, Eifer so weit, daß ich hiermit alle diejenigenvon meinen Enkeln enterbe, welche sich in einem weiner-lichen Lustspiele, oder statt der Musik zwischen den Auf-tritten des Trauerspiels, gebrauchen lassen, und verdenkees Melieren, daß er einige von meinen groteskenFiguren in seine Vorstellungen nach dein Leben gemischt,und damit die Einheit seines Gemäldes verletzet hat.Der Sohn des Großtürken in, Lourgeois Asiuilbomms,welchen er mir abgcborgt, steht in meinen Gemälden anseiner rechten Stelle, anstatt daß er in dem seinigen garzu sehr absticht. Terenz hatte seinen Davus; derungleiche Goldoni wählt in den Vorstellungen destaglichen Haushalts einen Trappola, Rivella,Truffaldinoz aber nur alsdann erscheine ich mitRecht, wenn die ganze Schöpfung der Bühne groteskist. Der Cardinal Pallavicini hatte meine ganzeFamilie auf ein Kaminstück malen lassen, die HerrenScapin und Mczzetin stunden daneben, und jeder-mann bewunderte die Wahl des Gemäldes.
Doch ich »,uß den Herren Gelehrten gelehrtantworten, und mit ihnen von der Einheit der Ge-mälde sprechen, wovon sie unter allen am wenigstenverstehen. Ich denke hier nicht an die Einheit derZeit, des Orts und der Handlung, welche keinMeister in der Kunst verletzen wird, da man Allesleicht in eine Haupthandlung flechten, die entfernte-sten Geschichten durch die Erdichtung in einem Zeit-punkt vereinigen, und ohne Verletzung der Re-
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