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Harlekin
lacht. Aristoteles, dieser grosie Meister in allenWissenschaften, welcher manchen Gedanken weggewor-fen worauf nachher Andre ganze Systeme gcbanet, glaubt,der Uebclsiand ohne Schmerz würde den ganzenweiten Umfang des Lächerlichen erschöpfen; und so oftich an den Staatsminisier *) denke, welcher durch fei-nen am unrechten Orte ausgehängten Hemdzipfel denköniglichen Staatsrath mitten in feinen Berachschla-gungen über das Wohl Europcns zum Lachen bewog,so bin ich fast bereit ihm Recht zu geben. Denn dieserHcmdzipfel war ein gewisser Uebelstand ohne Schmerz.Allein ich finde doch bey einer genauern Prüfung, welcheCicero bereits angestellt, eben nicht, daß dieser Satzhinreichend sey die ganze Lehre des Lächerlichen darausabzuleiten. Denn nach meiner Logik heißt es: 0mi,exrineipium äsk>erell.s unicum, aclaeguarnmor cinieerkals.Die Große ohne Stärke scheint mir ein weitfruchtbarerer Stamm zu seyn; wenigstens ist mir nochnichts Lächerliches begegnet, wozu ich nicht den zu-reichenden Grund in diesem /c gefunden. Ein Mannfällt zur Erde, und nebe» ihn? stürzt ein Kind. Mai?lacht über den ersten, weil man feiner Große Stärke ge-nug zutraute um sich vor dem Fall zu bewahren; letzte-res im Gegentheil erweckt Mitleid. Mikromcgas,dieses Ungeheuer in der übertriebnen Art, ist nichtlächerlich, weil er eine seiner Größe angemessene Starkebesitzt. Allein, die durch seilte Gegenwart geschwächtenGrößen, die gedemüthigten Alexander und New-tons, reizen zum Lachen.
Gesetzt nun, daß dieser Negriss des Lächerlichenseine Richtigkeit habe, wie ich fast vermuthe, da im
Gegen-
') PopenS Brief an Herrn Cronnvell vom zo Dec.
1710, im 4ten Theil seiner Werke.