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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
79
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vder Vertheidigung des Groteske - Komischen. 79

und Haller zur Italiänischen Schule, oder dieHarlekine zur Siciliano rechnen will; der muß gestehen,daß in der komischen Malerei), es sey nun daß solchevon dem Dichter, dem Maler, dem Schauspieler, demTonkünstler, oder dem Tanzer gebrauchet werde, sehrviele untcrschicdne Arten möglich sind, die zu einem ge-wissen eignen Grad der Vollkommenheit gebracht wer-den können. Ist aber dieses, warum sollte denn derkomische Schauspieler, welcher der Narur nachahmt,und in seinen lebendigen Gemälden den Ausdruck desPinsels, der Feder, der Saiten und des Fußes über-trifft, bloß au zwcyerlcy Arten gebunden seyn? Waskann man für einen Grund angeben, warum die vcr-schiednen Arten der komischen Malerei), welche überalleine so glückliche Mannichfaltigkcit haben, bloß auf derBühne mißfallen sollten? Giebt es doch im Hirtenge-schlecht Trauer - und Lustspiele. Und wenn ich gleich inletzten; so wenig, als der Graf von Tüffiere, er-scheinen darf: so wird ein jeder Kenner doch empfinden,daß die Einfalt und Unschuld der Sitten, welche demHirtengedicht eigen sind, sowohl nach dem Leben als'ingrotesken Gestalten ausgedrückt, folglich auch hier vcr-schiedne Arten von Lustspielen erfunden werden tonnen.

Ich muß hier eine Note in den Tcrt bringen,welche einen besondern Absatz ausfüllen soll, damitmeine eilfertigen Leser sie desto eher überschlagen kön-nen. Sie betrifft die Einwürfe, welche man gemeinig-lich gegen die Opern macht, und mich gewissermaßenauch treffen konnten, wenn ich sie unberührt auf demAnsehen der größten Kunstrichter beruhen ließe. DieOper, sagen sie, ist unnatürlich, obschon HerrRe »10 nd von SaintM a r d den unglücklichen Be-weis des Gegensatzes übernommen: Allein ich meines

Orts