Iustus Mösers» ivr
schneeweiße Honig schmeckt, den Preußens Bienenaus den vollen Blüten hundertjähriger Linden sangenund mit deren Süßigkeit auch den holden Dust inihren Honig übertragen. Oder, haft du ihn gekostet,vergeistige das Bild, wenn du kannst, und du hastMösers Charakter!
Er war glücklich im hauslichen Leben mit einerGattinn voll Verstand, Theilnehmung und allenwirthschaftlichen Tugenden. Er hatte das Unglück,daß sein einziger sehr hoffnungsvoller Sohn imzwan-zigsten Jahre auf der Universität zu Göttingen starb.Aber dieser Verlust ward ihm erseht durch die unbe-schreibliche Liebe seiner einzigen Tochter, einer Frauan Geist und Herz, ihres Vaters ganz würdig. Siehing fast mit noch mehr als kindlicher Liebs an ihm,und war auch wieder die Freuds seines Lebens. Nachdem Tode seiner Gattinn") widmete seine Tochtersich ihm ganz, und alle Sorgfalt, alle Pflege, allegeistige Unterhaltung, welche die zärtlichste Liebe ge,wahren kann, wendete sie an, sein Leben zu versü-ßen. Nächst ihr war ihm der Enkel seines ehemali-gen vertrauten Freundes, Herr Kanzleyrath von Bar,der ihn bis in den Tod mit ununterbrochncr Erge-benheit liebte, vorzüglich zugethan. Diesen, und sei-ner geliebten Schwester Kinder, welche in Osna,brück verheurathet sind, sah er wie feine eigene Kin»
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') Eis starb im Jahre 1787.