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Lebe»
solchen in Gesellschaft seyn mußte, eins interessanteSeite finden *), und mit der Gutmüthigkcit, welcheam Hofe und in der polirten Welt so selten ist, wuß-te er Menschen an Menschen zu knüpfen. Sturz sahdas menschliche Geschlecht vom Hofe aus und ausden glanzenden Weltgesellschaftcn, welches eben nichtder erfreulichste Gesichtspunkt ist. Er sagt mit Bit-terkeit: „Lernt euer brüderliches Geschlecht an Hö--„fen, lernt euern Nebenbuhler im Amte, im Ver,„stände, im Glücke kennen, erhebt euch durch irgend„ein Verdienst, und glaubt in der Unschuld eures„Herzens, daß man euch liebt und schätzt, weil man„euch umlächelt und umarmt. Wenn endlich unter„euch der Boden wegsinkt, durch freundliche Mör-der untergraben — dann seht, wie sich eure Freun-
') Es kam mehrere Jahre nach Pyrmont ein Man»/ mitwelchem fast nichts zu reden war, und den also Leutevon Geiste eben nicht suchten, und sich zuweilen wohlgar unvermerkt von ihm wendeten. Möser entdeckte seineeinzige vorzügliche Seite, daß er ein guter Whistspieleewar, und spielte fast taglich ein Stündchen mit ihm.Mvsers vortrefliche Tochter sagt (in der Vorrede des IV.Bandes der Phantasiern) von ihrem Vater: „Er hasse„die Schreiber wie die Spieler, ob er gleich sehr gern schreibe„und spiele." Er war aber weise im Spielen wie im Schrei-be». Da ich gar nicht spiele, sagte er mir oft imScherze: Wer ein rechter alter Deutsche nach dem Ta-citus (Kap. XXiv.) sey» wolle, müsse wie unsere Vor-väter ernsthast und hoch, lucrmwi p-rcienSius cemei 'irsie,spielen. Er liebte auch hoch zu spielenz doch wendeteer nie mehr Zeit und Geld aufs Spiel als er sich vor-gesetzt hatte.