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Lebeu
gründlichsten Gelehrsamkeit und bey dem unbeschol-tensten moralischen Charakter das äulce aelipere inloco gar nicht unter seiner Würde hielt, und denVotschlag, den alten Gecborden wieder zu erneuern,nicht etwa bloß im Scherze that. Es würde dießeine wichtige Verbesserung vieler jetzigen, theils sehrhochweisen, theils sehr Hochsteifen, theils sehr hoch-naserümpfenden, theils sehr hochspielenden, allemalaber hochlangwsiligen Gesellschaften seyn. Ich bittenachzulesen, was Möser darüber sagt, wie es zuge-gangen, „daß unsere Vorfahren so gesund, so hung-„rig, so aufgelegt zur Freude gewesen doch auchseine feine Kautel, daß die Geckheit zünftig, nichtaber unzünftig seyn müsse, dabey wohl zu beherzigen.
Harlekin gab übrigens Gelegenheit, daß AbbcMosers Bekanntschaft suchte ^), weiche bald in zärt-liche Freundschaft überging. Abbc kam mit Ma-seru in die genaueste Verbindung und war in dessenHause zu jeder Zeit willkommen. Moser schätzteAbbtS Talente und Herz, und würde zu dessen Bil-dung noch viel mehr beygetragen haben, wenn Abbtnicht so früh gestorben wäre; und wahrscheinlich hat-te er länger gelebt, wenn er Mösern gefolgt, undnicht an einen Hof gegangen wäre ***).
') In dem Aufsatze: den alren Geworden sollte man wie.-der erneuern, in den Phautasiecu, II. Band, S. -44 ff.
") S. Abbts Werke, IM Theil, S, 60.
Mau sehe Mosers vortrefliches Urtheil über Abbt in sei-nem Briefe au mich No. n.; desgleichen auch AbbtsWerke, vi. Theil, S. 7-