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Leben
war; so beurtheilte er die letztere vielleicht noch nichtganz richtig, so trefliche Fingerzeige er auch gab, undhat einein künftigen deutschen Geschichtschreiber nochRaum gelassen, die von ihm eröfnere Bahn weiterzu verfolgen: zumal da sich gewiß in alten oberdeut-schen Rechten einige Spuren der ältesten suevischenVerfassimg finden werden, obgleich freylich gewißnicht so deutlich als im nördlichen Deutschlande vonder sassischen Verfassung, eben weil die suevische äl-ter ist und nothwendig eher untergehen mußte, da inOberdeutschland sich viel früher alles verbürgete *).Gchinid hat diesen weitem Schritt nicht gethan.Denn so schatzbar auch sein Werk in Absicht auf die
die Verfassung der Suevc», — welche in Stämmen leb-ten ss wie die Ll-ns in Schottland, und ungefähr in demGrads der Kultur sey» mochten wie die kriegerischen Wil-den in Amerika, — im Gegensatze der Sassen, wie es mirscheint, deutlich auseinander gesetzt. Der Keim zu allemdiese» liegt schon in Möscrs osnabrückscher Geschichte, undich habe ihn nur weiter entwickelt. Es ist sonderbar, daßer selbst nicht einen Schritt weiter ging. Ich habe nichtGelegenheit gehabt, oder eigentlich nicht daran gedacht,mündlich mit ihm darüber zu reden, weil die Ideen, wel-che ich schon lange hatte und die ich jetzt nur bey Gelegen-heit bekannt machte, mir in seiner Gesellschaft nicht bey«fielen.
") Ueber diese lichtvolle Idee Mksers sehe man im Brief-wechsel, im Triefe an mich No. 5- vom 5- April 1767 sei-ne vortrefliche Ideen über die Art, wie man die ältesteGeschichte schreiben sollte. Sie ist ganz genau sowohl aufdie älteste deutsche, als auf die älteste römische Geschichteanzuwenden. Man sehe auch was er °in dem Briefe No.21. vom -4 Dec. 177s über den angehenden amerikanischenStaat sagt.