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Leben
Nie verlor er im geräuschvollen Weltleben weder deninnigen Sinn für Moralität und Tugend, dieFrucht reifen Nachdenkens im einsamen Studirzi»!--mer; noch den Sinn für häusliche Glückseligkeit,für Menschlichkeit, für Theilnahme am Wohle An,derer, für Mitleiden, und für alle feine Empfindun-gen und gesellige Tugenden, die vorzüglich seinemeigenen häuslichen und freundschaftlichen Zirkel eigenwaren.
Der Vorsaß solche für die Menschheit und diebürgerliche Gesellschaft wohlthätige Gesinnungen un-ter seinen Mitbürgern zu befördern, gab Geleacnheitzu den Aufsahen welche ihn in der zweiten Hälfte sei-nes Lebens am meisten beschäftigten. Sie wurdennachher unter dem Titel: Patriotische Phanta-siern in vierBänden zusammengedruckt, und er warddadurch hauptsächlich in ganz Deutschland als einerder vorzüglichsten Schriftsteller bekannt.
Im Oktober des Jahres 1706 singen nämlichdie Osnabl ückschcn IntclliIcnzblatter ^ unterMösers Aufsicht an, und blieben unter seiner Aufsichtbis in die Mitte des Jahres 1782. Er hatte im Sin-ne, in diesen Blättern den Einwohnern des Landes vonden Landtagsvsrhaudlungen, von den Gesehen, und
wollenden Manne Gelegenheit genug sich in seine Hüttezn wünschen wo er sich selbst leben kann.
') An den Vsnabrnekschcn Unterhaltungen, welche derjüngere D Lsdcinann zu Osnabrück herausgab, hatMöser nie Antheil gehabt, ob dieß gleich im Gelehrte»;Dcurschlande vermuthet wird.