Iustus Mösers.
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wiederholtes Verlangen der Regierung den Titel alsGeheimer-Justizrath an.
Wie große Dienste er dem Hochstifte Osnabrückgeleistet hat, läßt sich hier vor den Augen des gan-zen Deutschlands nicht deutlich schildern. Mö-ser mag mich selbst entschuldigen, ungeachtet derbescheidene Mann, als er eine allgemeine Wahrheitvortrug, gewiß nicht an sich selbst dachte. Er sagt*):
„Deutschland macht kein recht vereinigtes Ganze„aus, wie andere Reiche. Es hat ke>ne Hauptstadt„wie Frankreich und England, und folglich stehen„diejenigen Personen, welche dem Staate und gemei-nten Wesen dienen, oder auch sonst in stiller Größe„leben, nicht auf der Höhe und in dem Lichte, wor-„in sie sich in jenen Reichen befinden. Wir können uns„also nie schmeicheln, solche Biographieen zu erhal-ten, wie unsere Nachbarn haben. Wir können„höchstens Helden und Gelehrten (und dergleichen„Muster brauchen wir sogar viel nicht); aber nie den„Mann, der dem Staate im Kabinette und auf dem„Nathhause dienet, zu einem Turgot oder Beckford„machen. Der Minister eines Bischofs oder Neichs-„grafen mag seinem kleinen Staate noch so große„Diensie leisten und zehntausend Unterthanen glücklich„machen; sein Ruhm wird mit ihm bald in die Gru-„be sinken, wenn er auf einen solchen Biographen„warten soll, wie die Engländer und Franzosen„haben."
Meine Leser werden es mir also um so leichtervergeben, daß ich von Mösers Verdiensten als Ge«
') S. WMasiM l. Jh. S. Zir.