Iusttts Mösers. 4z
ten Gehake verknüpfte Stelle eines Justitiariusbeym Arimlttalgerlchre*) in Osnabrück verliehenworden. Im Jahre 1768 legte er dieses Amt wie-der nieder, als er die wichtige Stelle eines geheimenReferendars bey der Regierung erhielt, in wel-cher er zum großen Nutzen des Landes bis an seinEnde verblieb.
Im Jahre 1769 bekam er eine Zulage zu derPension, welche er schon vorher, für die vielen demLande wahrend des Krieges geleisteten Dienste, ausder Landeskasse genossen hatte. Es verdient hierwortlich eingerückt zu werden, was Möser mit derihm eigenthümlichen Laune über diese unverlangt erhal-tene Zulage auf einen Brief des Hannöverschen Mi-nisters eigenhändig geschrieben hat. Es charakteri-sirte Beider edle Gesinnungen. Moser sagt:
„So wie mir die neue Zulage ohne mein Wissen,„und ich möchte sagen wider mein Verlangen„zugelegt war, indem ich auf mehrmaliges Sondiren„der Negierungsrakhe erklart hatte, wie ich in allem„genug hätte, und doch nicht mehr als einen Pudding„auf den Tisch bringen lassen wollte, wenn ich auch„zehnmal soviel einzunehmen hatte; eben so hatten„sie noch an einen neuen Rang und neuen Titel**) für
') Vermöge dieser Stelle hatte er die vorfallenden Inquisi-tionen zu führen, und das dahin gehörige zu besorgen.
") Möser hatte bis dahin keinen Titel von derRegicrung er-halten; der Titel eines Iustizrarhs den er von 176-bis178z führte, ward ihm vom Publikum nur zufällig gege-ben , weil nämlich sein Vorfahr in der Stelle eines Iusti-tiarius beym Kriminalgerichte denselben gehabt hatte;