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Leben
Mit welcher Menge von Menschen, in höchst,verschiedenen lagen, ein Mann der in Geschäftendieser Art thatig ist, zu verkehren hat, und welchenreichen Zuwachs von Kenntniß menschlicher Charak-tere und menschlicher Gesinnungen aller Art der er,hält, welcher mitMösers feinem und schnellem Beob,achtungsgeiste versehen ist, braucht nicht erst weit,lauftig auseinander geseht zu werden»
Aber es war ihm noch eine vorzüglichere Gele,genheit vorbehalten, Welt und Menschen in nochweiterm Umfange kennen zu lernen, und zugleich sei,nem Vaterlande die wichtigsten Dienste zu leisten.Er ward im Jahr 176z gegen das Ende des sieben-jährigen Krieges von den Ständen, mit Einwilli-gung der damals regierenden Hannöverschen Kom,missarien, nach London geschickt, um mit dem eng,Zändischen Kommissariate wegen der Lieferungen desLandes an die von England besoldete alliirte Armeezu liquidiren, und deren Bezahlung zu betreiben.Die Zsitumstände veranlaßten hier, daß seine An,Wesenheit in London seinem Vaterlande indirekt nochnützlicher werden konnte.
Als der Bischof undl'Kurfürst Klemens August1761 gestorben war (man s. oben S. 29.), undnun, dem westfälischen Frieden gemäß, ein prote-stantischer Prinz aus dem Hause Braunschweig-Lü,neburg der Nachfolger werden mußte: verzog sichdie Bestimmung desselben doch noch zwey Jahrelang,weil der Hof zu London unschlüssig war, welcher