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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
27
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Iustus Mösers. 27

Geistlichen, Priester oder nicht, betrachten im Her«zen die Protestanten immer als Usurpatoren, welchesie noch einmal zu ihrer Kirche, sey es mit Gewaltoder mit sanftem oder sanfterscheinenden Mitteln zu«rückzubringen hoffen, bis dahin aber durch Mittelbeiderlei) Art, sobald sie nur können, möglichst ein»zuschrauben, und ihre eigene Gewalt auszudehnensuchen: und dieß können und dürfen sie vermöge ih-rer größern Macht und der konsequentem Einrich«tung ihrer Hierarchie wagen, und wagen es gern.Hingegen die Protestanten, ob sie gleich die Noth-wendigkeit zu ihrer Vertheidigung immer wachsamzu bleiben wohl einsehen, sind dennoch allenthalbenminder machtig, in ihrer inneren Verfassung wenigerkonsequent, vielleicht oft auch weniger schlau. Sie ge-ben katholischen Grundsahen und Ueberlegungen leich-ter nach, als die Katholischen protestantischen, undmerken sehr oft die Folgen ihrer Nachgiebigkeit ehernicht, als bis es zu spat ist. Wenn auch gleichKlugheit, Patriotismus, Achtung für Verfassungund vertragliche Gesinnungen, und Nachgiebigkeit,welche oft durch politische Rücksichten mehr, alsdurch eigentliche Aufklarung, der man sie zuschreibt,bewirkt werden, dergestalt das Gleichgewicht halten,daß der Staat in äußerlicher und innerlicher Ruhebleibt; so gehen doch in den Gemüthern und in klei-nen Zirkeln beider Parteyen Bewegungen vor, wo-von man in einem bloß protestantischen Staate kaum«inen Begriff hat. In dem Osnabrückschen Staate