Iustus Mösers. 9
reu, ward 1683 Prediger zu Osnabrück; und dessenSohn Johann Zacharias war daselbst Kanzleydi,rektor und Konsistorialpräsident, ein Vater von vierSöhnen, von denen ihn nur unser Möser über,lebte. Da dieser keine mannliche Erben hinterlassenhat, so geht der Namen aus; es wäre denn daß inder Mark Brandenburg noch Seirenverwandte vor»Handen waren.
Im zweyte!? eigenhändigen Aufsätze Mösers übersein Leben, beschreibt er die Zeit seiner Kindheit undSchuljahre mit der ihm eigenen Laune, und in ganzneuer Einkleidung, indem er einen Andern fol,gendermaßen von sich reden läßt:
„Wenn ich meinen Möser zu bitten pflegte, daß„er mir einige Umstände seines Lebens, um sie zu sei-nem Andenken aufzuschreiben, mittheilen möchte:„so verwies er auf seines Vaters, des um sein Va-terland wohlverdienten Kanzleydirektors und Konsi-„sionalpräsidenten Johann Zacharias Möser, große„Bibel, worin derselbe eigenhändig beurkundet hätte,„daß ihm den i^en Dec. 1720 ein Söhnlein gebore»„worden, welcher in der Taufe den Namen Iustus„empfangen habe; und wenn ich ihn um die Art sei-ner Erziehung befragte, antwortete er insgemein,„daß er sie so gut und nicht besser als Andere seines„Gleichen empfangen hätte. Sein Fleiß verdiene„keinen besondern Ruhm: er hätte vieles geschwin-der als Andere gelernt, und das Wenige was er ge-mußt, glücklicher gebraucht als Andere; übrigens„glaube er, daß seine beiden Freunde von der ersten„Kindheit an, der nachherige Helmstadtsche Professora 5