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Bericht über die zur Ausführung des Niederschlesisch-Märkischen-Eisenbahn-Unternehmens bis zum Ende des Jahres 1844 getroffenen Einrichtungen
Entstehung
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Bahn besorgt werden mußten, sind auch im Monate November in ziemlich beträchtlichemMaaße eingetreten. Wir hatten bei dem anhaltenden Regenwetter mit Erweichung desPlanums, Senkung der Dämme und Beschädigung der Böschungen viel zu kämpfen undgroße Anstrengungen aufzubieten, um die Bahn in fahrbarem Zustande zu erhalten. Mitdem im Monat Deccmber eingetretenen Frostwcttcr gewann zwar der Oberbau Festig-keit, doch machte sich nun die gewöhnliche nachteilige Wirkung dcS Frostes auch hier be-mcrklich, da die mit Wasser gesättigte gcfrorne Lette das Bahugcstänge an verschiedenenStellen hob und aus dem Niveau brachte, daher die Schwellen anSgehauen und nachUmständen versenkt oder gehoben werden mußten.

Bei dieser durch die Wittcrungsverhältnisse bedingten Notwendigkeit von fortdau-ernden Neparaturarbeiten konnte auch die vorgeschriebene Fahrzeit von 1v Minuten aufdie Meile nicht pünktlich eingehalten werden. Da auf allen im Ncparaturbau begriffenenStellen langsam gefahren werden mußte, und außerdem noch öfters Aufenthalt entstand,bald durch Mangel an Uebung der Locomotivcn so wie des durchweg neuen Beamten-personales in der Verrichtung seiner Functionen, bald durch Mangel an Gewöhnung desPublikums an die Beachtung der auf den Schlesischen Bahnen nicht üblichen, zur Uebcr-einstimmung mit der Berlin-Frankfurter Bahn eingeführten Signale; so kam der Zugin der ersten Zeit des Betriebes gewöhnlich mehrere Minuten zu spät an seinem Bestim-mungsorte an. Doch hat die Dircction Anstand genommen, die Betriebs-Beamten zurEinhaltung der vorgeschriebenen Fahrzeit vom Anfange an mit Strenge anzuhalten, daunter den angeführten Umständen leicht größeres Unheil von einem rücksichtslos treibendenZwange hätte die Folge sein können; vielmehr ist im Monate November eine für die ganzeTour 15 Minuten mehr betragende Fahrzeit, und also für die Tagfahrten die Dauervon 1 Stunde 37 Minuten und für die Abcndfahrtcn den Zeitraum von 1 Stunde 52Minuten nachgelassen.

Seitdem ist nun, mit veränderter Witterung und zunehmender Uebung des Per-sonals und der Locomotivcn, ungleich mehr Regelmäßigkeit in der Beobachtung der Fahr-Zeit eingetreten. Im Monat Decembcr sind die Züge schon ziemlich gleichmäßig gefahrenund hauptsächlich nur des Morgens durch das auf den Schienen befindliche Glatteis ver-zögert worden, was in einzelnen Fällen das Heranziehen einer HülfSlocomotive erforderlichmachte. Die folgende Uebersicht der Züge vom 19. Octobcr bis letzten Decembcr 1344weist die gebrauchte Fahrzeit und den Aufenthalt an den Stationsplätzcn vollständig nach.