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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Geldvrp. Flucht nach Duisburg.

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Mohnkopf herunter. Wenn es darauf abgesehen war, daß ich demütigbittend nach Seeland gehen sollte, dann habe ich vergebens michgeweigert, in Dclft die Sache verhandeln zu lassen, lebe vergebensin der Verbannung, habe vergebens deine und anderer Freunde Müheund Gunst in Anspruch genommen. Ich wollte, es wäre nicht dahingekommen, daß ich von dem Annthcma eines einzigen lächerlichenMenschen abhängig bin, unter dem ich ja gar nicht einmal mehrstehe: ich stehe jetzt unter dem Erzbischof von Köln und kann michfreisprechen lassen. Ich denke doch, von einem Erzbischof gelöst zuwerden, hat wohl so viel Gewicht, als von einem Theologen gebanntzn werden und das ohne Grund. Ich hatte erwartet, daß dieserTheologe aufgefordert wäre, gegen mich mit einer förmlichen Klageund entsprechendem Beweis aufzutreten; dann würde ich mich dagegenzu verteidigen haben.

Der zweite Punkt meiner Beschwerde ist, daß auch du glaubst,ich habe meine Zunge nicht in der Gewalt und bereite dadurchandern Beschwerde und mir Gefahren. Ich weiß, was daranist und will mir in dieser Beziehung etwas gefallen lassen;aber das kommt von oben. Doch das thut mir leid, daß ein Mannwie dn, sich von Verläuindern einsangen läßt. Ich kenne die Quelledieser Listen. Es ist dieselbe, die vor einem Jahre den Präsidentenin Fricsland, als er gegen den Willen der Theologen meine Sachebeilegen wollte und mich wiederholt zu Tische lud, auf einmal ver-anlagte seine Gesinnung zn ändern, so daß er mich ins Gefängniswerfen wollte, weil ich ein Ketzer sei, die Jugend verdürbe, jedermannohne Unterschied angeiferte. In meiner Jugend hätte ich mich vielleichtgebeugt, aber jetzt halte ich mich an Plato: ich kann meine Ansicht nichtändern und widerrufen, wenn ich nicht mit richtigen und unwiderleg-lichen Gründen überführt werde ... Es thut mir leid, daß auch duzu glauben scheinst, ich leide, was ich verdient habe, und daß man dieseAnsicht überall ausbreitet. Man häuft alle Schmach auf mich undstreut aus, meiner Rückkehr stehe nichts im Wege, wenn ich nurwiderrufen wolle. Da mögen sie sich einen andern suchen, den siean ihren Triumphwagen spannen. Es sei nicht seine Absicht, in seinefrühere Stellung und Besoldung zurückzukehren; aber er müsse seinenWohnsitz ändern, um besser leben zu können, und er wolle entwedernach Kämpen oder nach Stavorcn in Fricsland. Auch die Knaben,die er in seinem Hanse habe, 12 aus Amsterdam, die andern ausFricsland, würden gern ihr Vaterland wiedersehen. In Kämpenwürde man ihn auch ohne Entscheidung des Prozesses aufnehmen,aber das möchte er nicht versuchen.

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