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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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8 72, Die Lehrer des Gymnasiums.

liebe und ein freundliches Elteruhaus hat er nie kennen gelernt.Dieser Umstand sonne der weitere, daß er wenigstens bis zu seinerUcbcrsicdclung nach Duisburg oft magenleidend war, wird seine bissigeSprache und sein streitbares oder soll ich sagen strcilsüchtigcs Wesenerklären und einigermaßen entschuldigen können.

Bald nach dem Tode seines Baters kam er auf die Schule zuDevcnter, die ihn zu einem Erasmiancr ausbildete; dadurch wurdeer schon in Zwolle, wohin er im Frühjahr 1538 kam, den Mönchenanrüchig. Bon Zwolle aus führte er mit seiner Mutter einenProzeß wegen der Erbschaft. Erst 1541 hatte er sich dieselbe er-stritten; darauf bezog er die Universität Löwen. Das vierte Jahrseines Studiums ging zu Ende, als er plötzlich davon ziehen mußte.Drei seiner Freunde waren vom Katholizismus abgefallen. Gcldorpwurde für den geistigen Urheber gehalten. Er hatte auch öfter überMönche und Priester hergezogen und hatte sich über die Simoniebeim Ablaßhandel in einem Briefe ausgesprochen, der den Theologendes dort bestehenden Kollegium pontifizinin bekannt geworden war.Diese stellten deshalb eine Verfolgung gegen ihn an. Obwohl ersich unschuldig fühlte — denn er gedachte in der That sich nicht vonder katholischen Kirche zu scheiden, wenn er auch ihren damaligenZnstand oft angriff — fand er es doch für geraten, eilig zu flüchten;er mußte sogar seine Bücher und Möbel zurücklassen. Er entkam;aber an dem damals erregten Zorn der Theologen entzündete sichimmer wieder eine neue Verfolgung, bis der Bannstrahl ihn traf.

Ucbcr Antwerpen kam Gcldorp nach Groningen, wo er durchzufällig gewonnene Freunde bis zum Frühjahr 1546 festgehaltenwurde. Ostern dieses Jahres übernahm er das Rektorat in Sneckin Fricsland. Dort scheint er ruhig und glücklich etwa bis 1556gelebt zu haben; von dort holte er sich auch 1553 oder 1554 dieGattin.st Er war inzwischen Rektor in Lcuwardcn geworden. Hierfand er an dein Vorsitzenden des Hofs von Fricsland HippolytusPersyn einen unversöhnlichen Feind. Freimütige Aeußcrnngcn GcldorpSscheinen dazu die wesentlichste Veranlassung gegeben zu haben. DerGegner aber rächte sich mit niedrigen Mitteln. Ein Beispiel mögedas belegen. Ermüdet nnd schläfrig kam Gcldorp um Mitternacht

Iwrnasg, Iiz-clrn äiosuän est; öono suim nomine inibi non äigns. censetur— illn ingunm xostilsntissimn Olninnsrs, ssennänrnm nnxt,inruin netnstoomins in üomum Mtsrunm introäuets, est. st Er hatte von ihr 2 Töchterund 2 Söhne. Von diesen war der älteste Onias 1598 Sekretarins der StadtHarlingen, der zweite, Goswin, Prediger zn Sneck nnd Amsterdam, ch ItiV.Briefe von ihm an den Rektor Brant in Wesel befinden sich im Wescler Kirchenarchiv.