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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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§ 71. Das Gymnasium von 1559.

gerichtet; sie hätten die Lehrer verstoßen und verschmähet und andereihrer Ehre nachteilige Dinge ihnen auferlegt; deswegen hätten die-selben ihren Dienst verlassen.

Der Bericht ist einseitig, zu einer Anklage gegen den damaligenStadtvorstand zugespitzt, so daß man ans die Einzelheiten nicht vielgeben kann.

Nach 12 Jahren, am 20. Februar 1559, reichten einige Bürgeran den Rat ein Schreiben ein, in welchem sie um Eröffnung einerhöhcrn Schule baten. Es sei eine günstige Gelegenheit, weil Gottihnen einen gelehrten Mann zugesendet habe, der die Sache über-nehmen »volle. Sie weisen hin auf die ungünstige Lage Duisburgs,da der Rhein fern sei und keine Landstraße dasselbe berühre; aufdie Blüte, welche Emmerich und ganz besonders Düsseldorf derSchule verdankten; auf die Förderung, welche die Erziehung derJugend durch eine Schule im Ort selbst erhalte und bitten den Rat,den erwähnten Gelehrten zu unterstützen.

Das Schriftstück lautet folgendermaßen:')

Achtperrcn, fursichtigen, weisen Herren. In ansehnng (daß) disse stat leiderzeitliche narrnng ganz betrübt und nit wol, dieweil sie ungelegen, das Wasser,der Rhein, nit nahe und gain lantstraiß dardnrch lanffent, irgend wamit kuntgeholpfen werden adir aufzukämmen: dieweil dan nun snnderling (maß manbekennen) der Allmachtiger einen gelerten alhie versehen, der sich mit der niderlaighie setzen, die jngent erzihen und frembde anknmling auch anncmen will, damitein schule der menge der klercken (Schüler) ins werk gebracht inng werden,wamit eine stat snnderling an axisen und dcrgeleichcn fnrirst gebessert und diehantwergcr, bnrger, zeppcr, becker, auch die saicgen und anders zu verkaufengut narnng gewinnen und also diser gestalt in reichtumb mng gelangen, alswie bei unseren nachberen stettcn, als Emmerich, Dusseldorp zo besehen, welchestat Dusseldorp bei unseren Zeiten und gedenken mit der schulen ist aufkumineu;nun auch durch eine gutte schule hait man nit allein narung, sunder auch daßdie inheimische jngent mit tugent, kuusten bei der hant mit geringen kosten werdenerzogen, das snust mit schweren unmnt frembd zu erhalten adir gar underwegenbleibt, und also in grobheit, nntugent, schwelgerei n»d dergeleichen iugewentbleiben; nnd also nn diser gestalt, dieweil der Alluiechtigcr, wie vurschr., disenalhie geweist, sol man nit gering, sunder für ein groiß genad und werk Gottiserachten, mit danksagnng anncmen. Hirumb unser burger gar dienstliche einstigeundcrthenige bit und begereu, Ewer Achtperer Ersamen Weisheit willen gedenken, daßder her disse stat noch übet: also allen muglichen ernsten fleiß, muhe,surderung, furschub, rait, dait darzo gedenken und anwenden, wamit, alswie obsteth, disse stat nnd wir burger, auskumpst und narung gehaben und Misejngent auf die weinigst koist in Gottis frucht und gutte kunsten erzogen mugewerden: und bissen gelehrten, der sich aller billigkheit erbeut, dem mit gutlervertroistung, hilf nnd beistant begegenen. Disselbig steth uns in aller gehorsamkheit,dienst und willen gegen Ewer Achtb. Ers. Weisheit zo tag und nacht zu verschulden.

') 8t. 543.