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Z 70. Die Stadtschule vor der Reformation.
wic wir später die beiden Acmtcr auch verbunden finden werden.Zu diesen Gründen kommt nun weiter hinzu, daß dic spätere Schuleunzweifelhaft eine Stadtschule ist. Allerdings können wir diese erstnach längerem Zwischenräume nachweisen.
Nämlich vom Jahre 1675 an nennt sich der Stadtsckrctär inder Stadtrechnung Rektor der Schule. st Dieser stand natürlich nurim Dienste der Stadt. Aber es ist fast als Zufall anzusehen, daßer in der Rechnung seinen Namen mit jenem Zusatz nennt. DennGehalt bezog er für den Schuldienst nicht. st Darum war garkein Grund vorhanden, um den Rektor seolar. in der Stadtrcch-nnng zu erwähnen: und wenn in derselben keiner erwähnt ist, so liegtdarin durchaus nicht der Beweis, daß keiner da war. Es istalso auch recht wohl möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß auch dicfrüheren Rechnungsführer zugleich Leiter der Schule waren, trotzdemsie in der Stadtrcchnung sich niemals dieses Titels bedienen;sie nennen überhaupt weder Amtscharaktcr noch Namen, sonderndrücken sich so aus: Mir für Notariat 4 Schilling, mir für Phhsikat(ärztliche Thätigkcit) 3 Schild, für Kleidung :c.; so konnte ihreStellung in der Schule keine Erwähnung finden.
Daß es aber thatsächlich vor 1375 eine Schule gab, ersieht mandaraus, daß in der Rechnung von 1357 und den folgenden Jahren ei»Lehrer erwähnt wird. 1357: IVilüolnro Instrioiri pro snbsüiiosoolaruin 1 tlor. 1366: 'VVstlüolino oitüarisko aä snbsickinin soolo1 alip. 1361: 16 A-rossos eis Miikio (Dcutzcr Groschen) ^VülRino(Verkleinerung von Wilhelm) eis nnptiis I4u»-onis oppoir Ozsteo.1 olipeum 4Vi1IroIuro üistrioni ok oius sooiis clo irnptüs ^oltori8t,ooRöri und so fort. In der ersten deutschen Rechnung: Wilhamden vcdclcr thcr seolc 1 gul. und so bis zum Jahre 1394. Aucher erhielt von der Stadt nur einen Zuschuß (pro subsiäio);der wesentliche Teil auch seiner Einnahme bestand in Schulgeld.Da er von 1375 an zugleich mit dem Rektor seolar. thätig ist, sohaben wir ihn als „Untermeistcr" anzusehen, der die Abcschützcnund dazu den Gcsangnntcrricht leitete, wic das auch aus demBeisätze üisvria (Schauspieler), oikariska, Fidclcr hervorgehendürfte. Er war offenbar ein munterer Geselle, mit viel Mutterwitz,der in seinen jungen Jahren Hochzcitslicder zu verfertigen und Hoch-zcitsspielc zu seinem Vergnügen und gewiß auch zur Erhöhung seines
st Vergl. S. 411 f. st Dies entsprach im ganzen der mittelalterlichenGewo hnheit, nach der die Lehrer durch Schulgeld ihre Bezahlung erhielten. Erstder Nachfolger Everards Meister Egbert bekam außer dem Schulgeld „vnr diescholl" 10 Gulden, während ihm das Stadtsekretariat 20 Gulden brachte.