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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Die Anfänge des 30jährigen Krieges.

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Dienste des Pfalzgrafen gegen den Kaiser gefachten und dann dieObcrpfalz zu verteidigen gesucht hatte; aber der linguistische GeneralTilly folgte ihm ans dem Fuße und setzte im Verein mit Gonzalezde Cordova, der inzwischen den Oberbefehl über die Spanier über-nommcn hatte, die Unterwerfung des Landes fort; dem Mansfclderschloffen sich zur Verteidigung des Landes der Halbcrstädter Admini-strator Christian von Braunschwcig und der Markgraf Georg Fried-rich von Vadcn-Durlach und durch heimliche Unterstützung auch derLandgraf von Hessen-Kassel an; allein der Markgraf von Baden wardam 6. Mai 1622 bei Wimpfen, der Halberstädter am 20. Juli beiHöchst geschlagen. Da der Kampf nun aussichtslos geworden war,so entließ der Markgraf seine Bundesgenossen; der Mansfclder begabsich darauf mit Christian von Braunschweig durch Lothringen, Frank-reich, Brabant zu Moriz von Oranien, der Bergen op Zoom gegenden Angriff Spinolas verteidigte. In Brabant stellte sich ihnenCordova bei Flcnrns entgegen, aber sie schlugen sich durch, wennauch unter großen Verlusten, und vereinigten sich mit Moriz.

Für die Erneuerung des Krieges gegen die Niederlande nachdem Ablauf des zwölfjährigen Waffenstillstandes (August 1621) hattendie Spanier großartige Vorbereitungen getroffen. Ein Heer von60000 Kombattanten wurde aufgestellt, je 10000 sollten Brabant undFlandern decken, während 40000 Mann zwischen Maas und Rheinund rechts vom Rhein versammelt wurden, um in die Niederlandeeinzudringen. Mit der Hauptmasse von diesen befand sich der Feld-herr Spinola selbst im Lager bei Wesel; ein Korps bezog bei Büderichein Lager unter Gras Johann von Nassau; eine Brücke über denRhein, ungefähr an derselben Stelle, Ivo sie vor 7 Jahren geschlagenwar, stellte die Verbindung zwischen beiden her; weiter nach Westenbis zur Maas standen die Truppen niitcr Don Lovis de Vclasco:sein Hauptquartier befand sich (wenigstens zeitweise) in Hüls. Ihnengegenüber hielten die Gcneralstaatcn wie beim Beginn des Erbfolgc-strcitcs Emmerich und Rees, in ihrem Rücken Jülich und Pfaffcn-mntz; Cleve und Goch waren von Brandenburgern besetzt. InJülich lagen 4000 Mann; genug, um es sicher zu verteidigen. Alsaber Spinola im Herbst des Jahres 1621 Miene machte in dieNiederlande vorzurücken, wurde ein Teil der Besatzung aus derFestung gezogen. Darauf hatte der Spanier gerechnet: es wurdeschnell ein Heer unter Graf Heinrich zum Berg gesandt, und der Ortfest umschlossen; trotz des einbrechenden harten Winters wurde dieBelagerung aufrecht erhalten und am 3. Februar 1622 die Besatzungzur Uebcrgabe der Festung gezwungen.