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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Zug des Mcndoza und die Gegenmaßregeln.

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er die Wiederherstellung dcs katholischen Gottesdienstes in beidenKirchen, Vertreibung der ealvinischen Prediger und Lehrer und Auf-lösung dcs evangelischen Konsistvrinins (Prcsbhtcriums) verlangte.Nach einigen Verhandlungen fügte sich der Rat, und am 21. Januarzog der päpstliche Nuntius mit vier Jesuiten ein. Indessen ihrTriumph dauerte nicht allzu lange. Da die Spanier nicht in derLage waren, sie zu schützen und Wesel durch eine Besatzung zu halten— sie hätte bei der Feindseligkeit der gesamten Einwohnerschaft nichtklein sein können — so verließen die Eindringlinge schon am22. Mai die Stadt wieder. Ucberdics nötigte der Lauf dcs Kriegsauch zum Rückzug dcs Heeres.

Die Gewalt- und Frcvelthaten dcs Spaniers hatten eineungeheure Aufregung hervorgerufen; schon am 22. November hattesich sogar der Kaiser bewogen gefunden, Räumung dcs Gebietes undErsatz dcs Schadens zu fordern. Das machte indessen nicht allzuviel Eindruck. Auch die benachbarten Kreise hatten beschlossen, unterdem Oberbefehl dcs Grafen Simon von Lippe Truppen zu senden.Vom Beschlüsse bis zur Ausführung verging natürlich im Ncichs-dicnst viel Zeit. Am 15. Juli 1598 war Simon von Lippe mitThomas von Kriechingcn und andern Anführern hier in der Stadt;im Herbst kamen ihre Truppen bei Rees und Emmerich zusammen.Aber Schutz brachten auch sie nicht. Da sie nicht bezahlt wurden,fingen sie baldigst an zu Plündern und zu meutern.

Die erste Wendung in dem Kriege ging von den Spaniernselbst aus. Das Land war bald ausgeplündert; und da auch inden spanischen Kassen große Ebbe war und der Sold nur spärlichbezahlt wurde, so waren auch unter ihnen Meutereien an der Tages-ordnung. Endlich nötigte der Anführer der niederländischenTruppen, Moriz von Oranien, durch einen Einfall in Flandern, derzum Siege bei Nenport am 2. Juli 1600 führte, das spanischeHeer zum Abzug. Nhcinberg, Rees, Emmerich, Calear, Goch,Gcnucp wurden allerdings besetzt gehalten, aber im folgenden Jahrezum größten Teil von Moriz wieder eingenommen.

Man fragt mit Recht: Wie war es denn möglich, daß dasebenfalls protestantische Duisburg so ganz verschont blieb? Es sinddarüber nur Vermutungen möglich. Zunächst hatte es Mendozaauf die führenden Personen und Städte abgesehen. Sein ersterZweck war, Rache zu nehmen und Strafe zu verhängen. Auch wardas Heer nicht so stark, daß es mit einem Schlage alles hätte bezwingenkönnen; war er ja doch nicht einmal im stände, Wesel zu halten,nachdem es sich gefügt hatte. Duisburg aber hatte zu Klagen keinen