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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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Zwiespalt an der Salvatorkirche.

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deswegen keine Schwierigkeit machen nnd sich ruhig des geweihtenWassers bedienen sollen.

Daß der Geistliche beim Abendmahl sich des Meßgewandesbediente, ist selbstverständlich, ausdrücklich aber wird es auch vonMolanns berichtet. Er hatte deswegen Peter von Beuden mit starkenWorten zugeredet; aber der erklärte von der Kanzel herab, es sei einseine gleichgültige Sache); er thnc, was ihm befohlenwäre; wenn jemand Lnst an Wortgefechten habe, solle er sich an denFürsten wenden. — Zwistigkcitcn zwischen den Geistlichen nntcr sichund mit dem Rat konnten nntcr diesen Verhältnissen kaum aus-bleiben. Wir erfahren davon auch ans einem Reskript des Fürstenan die Stadt Duisburg, das in I. P. Bergs Ncformationsgcschichtcder Länder Jülich, Cleve :c. (herausgegeben von Dr. L. TroßHamm 1826) aufbewahrt ist.

Wilhelm Hertongh zc. Licve Gctronwen, wy shnd nnsern raehden, so invergangen maint September alba by ug gcwest, bcricht, welcher gestalt die fachebelangend die kcrkcn-verwaldnngh daselbst laschen den Landt-Komthur nnd nycwgcredet, »ad dcwiel Wh darnith vermerkt, bat Peter von der Weiden (Beuden),so bat predigt-amt nnd kcrkendienst ein tytlang verwahret, in lest vcrschenenPayschen sehns dicnstcs vcrlohrcn, ist nnscr beseht und Meinung, dat gy Johannsteer, der hiebcvor tot einem Pastohr angcstalt, die pastoric verwahren nnd oendaran nit verhinderen taten nnd was man sich mit bcdiennng bemelter pastorieund sonst vcrinoegc obbcrnhrter abrede serner soll verHalden, davon soll durchetlichen nnsern rhacden, so binnen unser stadt Duisburg ankomen, uy diegclcgcnheit vermclt werden; damit gh uh beungcn to taten, vcrsicn Wh uns totnh. Also gegcvcn to Cleve den N. Mai Iä6t).

Es scheint hiernach, daß sowohl dem Pastor Leer wie Beuden derDienst aufgekündigt gewesen ist; aber dergleichen kam nicht immer zurAusführung. Und in der Stadtrcchnung desselben Jahres lesen wir:„26. Ott den Pastor Herrn Leer und den Prädikantcn Peter vereinigt."

Der gemischte Gottesdienst dauerte indes nicht mehr lange.Nach Balduin U gab Johannes Leer im Jahre 1561 seine Stellungauf und ging nach Münster. Aber noch im Jahre 1562 schreibtMolanns, es sei ein päpstlicher nnd ein evangelischer Geistlicher ander Salvatorgcmeindc; ob das aber Leer neben Beuden oder einanderer war, ist nicht zu ersehen. Aber in demselben Jahr 1562trat unzweifelhaft eine dauernde Acndcrung ein. Am 24. Nov. 1561schreibt der Herzog an den Landkomtur: Da dem Vernehmen nachder Kommendator Berg auf eine bessere Stelle befördert werdensolle, so sollten an seiner Statt zwei gelehrte Seelsorger verordnetwerden, um aller Unruhe zuvorzukommen. Dem entsprechend hat

st Brief an Beantius bei den Dorthschen Manuskripten im DüsseldorferStaatsarchiv.