s 63, Die Reformation.
vcrmocgcn institucrt, wicwol oich de 9. stunde private und frig wccrund nhmantz hurt in de urc tur leer gedrungen (werde); wun cynErb. (Ruit) nit gcfcllich des singems, so wolt er doch irc Erburnbeoelh gerne gcsolglich shn; bcgcrt dut diser cathcchislnus, so er nulest, gecndiget werden möge, null mitler thdt dci? underit durchsehen;wann darinnc nit bcsuitdcn shnc gewisse beschwerlich, wolte er dcn-selvcn gerne lesen.
Js imc angesacht, of dairinne etwas befunden, dat nit gotlich,soliichs antozcichcn.
Urbanus Rhegius war Superintendent in Lüneburg-Hannover;sein Katechismus war von lutherischer Anschauung ausgegangen, nähertesich indessen in den damaligen spätcrn Ausgaben der reformierten Lehre.
Wenn man einen bestimmten Zeitpunkt ansetzen will, an welchemdie Reformation in Duisburg eingeführt sei, so wird man denl l. Februar des Jahres 1555 dafür ansehen müssen, an welchemdiese Beschlüsse gefaßt wurden. Die entscheidende Behörde gab durchdieselben ihre Gesinnung amtlich zu erkennen und brachte sie in ihremWirkungskreise, soweit sie es mit Rücksicht ans die Verhältnissekonnte, zur Geltung. Ein Zwang konnte und sollte ans niemandausgeübt werden; und so fuhr der Pastor in der Salvatorkirchc fort,die Blesse zu halten, auch blieben, abgesehen vom Abendmahl, diealten Zeremonien wohl meist in Ucbung; erwähnt wird gelegentlich,daß die letzte Oclung gespendet, daß ein Schwur zn Gott und seinenHeiligen gethan, daß die Hciligentagc wie vordem gefeiert wurden.Auch gab es natürlich noch außer dem Rcdinckhovcn Anhänger deralten Kirche. So hat ein gewisser Brand im Rausche gesagt: Einigegingen in der Marienkirche zur Soppen; sie bäten unfern gnädigenHerrn um Zulassung der deutschen Gesänge, vorgebend, daß sie dieganze Gemeinde verträten; aber wenn man sie Mann für Mannbefrage, werde sich ergeben, daß seine Freundschaft stärker sei als dieder Soppencrs.
Um diese Zeit suchten, wie überhaupt in den clcvischen Landen,so auch in Duisburg in ihrer Heimat bedrückte Fremden eine Zu-flucht. Sic kamen aus England und den Niederlanden. Jenemußten ihr Vaterland nach den? Tode Eduards VI. im Jahre 1553unter Maria der Katholischen verlasse??. Unter den nach DuisburgGekommenen befand sich Richard Cox, früher Lehrer des Königs
') Weil die Protestanten den Kelch zum Abendmahl nahmen, nannte mansie znin Schimpf Soppcners? der Minorat Joh. Daventria nannte das Abend-mahl der Evangelischen eosna, vaniun; Joh. Host von Raisberch HnndssuppelHeresbach, Iiistor. sxo. p. 33 bei Wolters, Weseler Neformationsgeschichte S. 1l)).