Steinkohlen. Kalkstein. Salpeter.
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auf führt die Ortsangabc „an der Steinknlcn" —, vielleicht aber sinddamals die Gruben entstanden, welche noch hcntc rechts nnd links vonder Kaimncrstrasze beim Eintritt in den Hochwald zu sehen sind.
Weniger Interesse bietet das dritte Unternehmen, von demNachricht auf uns gekommen ist. Im Jahre 1577 kam einer mitdein Antrage, am duisscrschcn Berge Kalkstein ausgraben zu dürfen.Es wurde gegraben, und Proben der Ausbeute wurden nach Kölngeschickt. Aber die Untersuchung muß nicht günstig ausgefallen sein;denn es wird nichts weiter über den Kalksteinbrnch berichtet.
Nun kam man wieder auf das alte Projekt des Salpctcrgrabcnszurück. Die Zcitvcrhciltnissc drängten dazu. In den benachbartenNiederlanden wütete seit dem Absall von den Spaniern ein endloserKrieg, welcher infolge der kölnischen Wirren, die an den Ucbcrtrittdes Kurfürsten Gebhard Truchseß sich knüpften, ins kölnische nndklcvischc Gebiet hinübcrgcspiclt wurde.
1582 ward Winand von Kassel berufen und hat die geeignetenStellen zu Duissern, Wanheim nnd Angerhansen besichtigt, um Sal-peter zu graben. Infolge seiner Auskunft wurde am 14. April1583 mit den „ehrbaren Henriken und Werner Kremcr von Kaisers-werth (keine Verwandten Mcrkators) ein Vertrag dahin abgeschlossen,daß Werner sich in Duisburg niederlassen solle, um Salpeter „togravcn, to bcrcidcn nnd to bcsceden" (bcsicdcn, d. i. läutern). Wasder Rat von diesem geläuterten Salpeter verlangt, soll jener, denZentner zwei Thaler billiger, als er in Köln käuflich ist, überlassen;auch soll er auf Erfordern des Rats soviel gutes Pulver liefern, alsfür die Stadt nötig ist und von je 1(10 Pfund fünf Thaler wenigernehmen, als der gemeine Kaufpreis ist. Was er darüber hinaus anSalpeter und Pulver macht, kann er zu seinem Nutzen verkaufen.Dagegen wird man ihm den Kruittorn (Pulverturm; er stand amEsclsdörr, zwischen Stapclthor nnd Koblcnzerturm) mit der vor-handenen Mühle nnd den Gerätschaften überlassen; unterhalten soller diese ans seine Kosten; doch was an der Achse oder sonst vergäng-lich wird, dazu soll man ihm das Holz liefern, auch soll er dennächsten Söller über der Mühle gebrauchen dürfen.
Der Turm wurde auf Stadtkosten zurecht gemacht, undWerner begann alsbald zu arbeiten; nnd richtig — am 10. Mai hat„M. Werner kruitmcker 100 Pfd. busscnpnlvcrs gclcvcrt voir 28dalcr — 60 gul. 16 alb.", und im Juli 102'/^ Pfd. zu demselbenPreis, gleich 62 gul. 4 alb. Alan könnte hiernach M. Werner fürcincn vollendeten Schwindler halten, in der Annahme, daß er jenesPulver vorgeblich ans Salpeter, der von ihm selbst hier gegraben