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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Aufruhr von 1513.

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in diesen müssen sich wohl die für diesen Fall brauchbarsten Kräftegezeigt haben — sollten je einen Zettel mit den an den Rat zu stellendenForderungen aufsetzen; und 60 Bürger verbanden sich, ihre Forderungbis zum äußersten zu verfolgen. Einige von den 24 wurden veran-laßt, von den Bürgermeistern zu verlangen, daß sie den nächsten Tagdie Thorc geschlossen hielten und niemand hinausließcn. Den andernTag ^ es war Montag, St. Balcntinstag - nahmen die 24 denPförtnern die Schlüssel und begehrten von dem Bürgermeister, daß er dergesamten Bürgerschaft bei einer Strafe von 4 Galdguldcn befehle, aufder Miuvritcn Hof sich zu versammeln. Dort wurden die Zettelverlesen und alle schwuren, die Artikel sämtlich durchzusetzen, „om denandersten stein bavcn to leggcn." Wer dagegen handle, dem solltemau sonder Schcffcnurtcil das Haupt abschlagen. Darauf wurdendie 24 au den Rat auf die Ratskammcr mit dem Zettel der Autonius-gildc - - der hatte ihnen am besten gefallen — geschickt, um zu fordern,der Rat solle ihn lese» und dann unverzüglich erklären, was erzu thun beabsichtige. Da der Rat sah, daß die Gemeinde „rase",und daß er nachgeben müsse, gab er nach. Nun verlangte die Ge-meinde, der Sckretarius solle in die Kammer ll. L. Frnucngildc — dieseGilde war doch im allgemeine» wohl die führende — kommen, dort denZettel auf Pergament abschreiben und mit der Stadt Sekrctsicgelversiegeln, damit der Brief dort und nicht beim Rate verwahrt werde.

Herzog Johann war über die Vorgänge sehr unwillig; dieG ildeurcutc von 40 Gulden aus dem Marktzoll zu Orsoy ') ließ ersofoit sperren und forderte Rat und Gemeinde auf den 27. Junizur Verantwortung nach Cleve. Es wurden 4 vom Rat und 8 vonder Gemeinde geschickt, nachdem die crstcrcn gelobt hatten, nicht gegendie Verteidigung der letzteren aufzutreten. In Cleve wurden die vonder Gemeinde gefragt, warum ein solcher Auflauf gemacht wäre, der-gleichen in Duisburg ganz unerhört wäre. Leider fährt der Chronistfort: Was darauf geantwortet wurde, braucht nicht Jedermann zuwissen. Der Herzog forderte sodann den Brief mit den Forderungen;mau sandte aber nur eine Abschrist. In der Stadt aber ward sofortalles nach alter Weise gehalten; deshalb stand Herzog Johann nachvielfältigen Verhandlungen von der erst geforderten Buße vonl200 Goldgnldc» und Einziehung der Privilegien ab und setzte dieStrafe ans 400 Goldgnldcn; „oik worden afgcsat die gildceamcrcn,soc dem die gildebrudcr nict mcr drucken ind ract Halden sollten."

st Vergl. S. 74, Amn. 3.