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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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§ 54. Verhältnis zum Landesfürsten.

Da dicsc Stemm alle von der Stadt und weiter durch dieStadt erhoben wurden, so wird die Art der Erhebung im Zusammen-hang mit den Städtcstcucrn zu behandeln sein. Wir wollen mirzum Schluß darauf hinweisen, wie hier die Stadt dem Reich gegen-über — wenn auch vergeblich — durch den Pfandhcrrn, den Herzogvon Cleve, sich zu decken suchte; wir werden finden, daß sie demLandesfürsten gegenüber mit etwas mehr Erfolg sich als Reichsstadtgeltend machte.

6 54. Verhältnis znin Landesfürsten.

Mehr als zweihundert Jahre war die Stadt bereits verpfändet,als sie dauernd dem regierenden Fürsten von Cleve zufiel. Von demHerzog Walram von Limburg, der sie zuerst ohne zeitliche Begrenzungin Pfand hatte (1248—1279), kam sie an Rcynald von Geldern.Diesem und dem Johann von Brabant, dem sie nach der Schlachtvon Worringen durch Schiedsspruch des Königs von Frankreich 1289zugesprochen war, 0 entzog sie Rudolf von Habsbnrg und verlieh sie1290 an Dhcodcrich von Cleve als Hciratsgnt seiner Nichte Margarethavon Kybnrg. Nach dem Tode dieses Theodcrieh fiel sie der Margarethaund ihren Kindern zu; unter diesen war Agnes, welcher die Stadt1312 als Hciratsgnt in die Ehe mit Adolf von Berg gegeben wurde;und nach dem Tode desselben blieb Agnes noch viele Jahre hindurchInhaberin der landesherrlichen Gewalt. Etwa 1363 hat sie dieselbean Johann von Cleve übertragen, aber erst nach mehrjährigem Streit,im Jahre 1366, scheint dieser seine Anerkennung erreicht zu haben.Nach seinem Tode 1368 fiel Duisburg an Engelbert von der Mark,wobei das Recht der Nachfolge, wie es scheint, schon gleich auf denjüngcrn Bruder, Diedrich von der Mark, Herrn zu Dinslaken, über-tragen wurde, während in Cleve der dritte Bruder Adolf, früherErzbischof von Köln, zur Regierung kam. 1391 wurde Diedrich vonder Mark wirklich Oberhaupt der Stadt; er überließ seine Rechte1404 seinem Neffen Adolf, Graf, seit dem Konzil von KonstanzHerzog von Cleve. Bon ihm siel die Stadt ab, und durch Sigmundwurde sie dem Bruder Adolfs, dem Grafen Gerhard von der Mark,zugewiesen; dies Verhältnis wurde durch Vertrag von 1420 unternachträglicher Zustimmung Sigmunds dahin geordnet, daß die Stadtunter der Oberhoheit Adolfs für 20 Jahre dem Gerhard von derMark übergeben wurde.

0 Vergl. S 254.