Bistum Cleve.
ober er entzog die Gebiete des Herzogs und seines Sohnes Johannbis ans Weiteres dein Sprengel des kölnischen und münstcrschenBischofs und trug dein ihm anhangenden utrcchtcr Bischof Rudolfvon Diepholz (dem Gegcnbischof des Walram von Mors) ans,die geistlichen Stellen der elcvischcn Lande mit Personen zn be-setzen, die ihm vom Herzog präsentiert würden und beauftragte ihn,für die elcvischen Lande einen Titnlarbischof zur Ausübung der be-treffenden Geschäfte zn ernennen. Dies ist denn auch geschehen.Sodann sprach der Papst alle weltlichen und geistlichen Personeninnerhalb der Gebiete Adolfs von Cleve und seines Sohnes von denEiden, die sie den Bischöfen von Köln und Münster geleistet hätten,frei und kassierte alle Strafen, Sentenzen und Bannsprüche, welchevon irgend einer Gewalt, der kaiserlichen, königlichen oder einer anderngegen Gebiete und Drtc des Herzogs von Cleve und seines Sohneserlassen wären.
Der Papst ging noch weiter: Cr verfügte die Absetzung Dicdrichsund schrieb dein zweiten Sohne des Herzogs Adolf, das) er ihn anspäpstlicher Machtvollkommenheit zum Erzbischof von Köln ernenne.Mit der Ausführung dieses Beschlusses wurde ebenfalls Rudolf vonDiepholz betraut. Doch kam es dazu nicht: und überhaupt vermochteDiedrich auch den päpstlichen Dekreten gegenüber sich zu halten.Später lenkten beide allmählich ein, und kurz vor dem Tode EugensFebruar 1447) fand eine Aussöhnung statt. Doch weniger hier-durch als durch andere seltsame Bundesgenossen, die Diedrich herbei-führte, schien Cleve und Soest im Sommer 1447 vollständig untcr-licgen zu sollen. Schon gleich im Anfang des Krieges hatte Diedrichin Aussicht genommen, die berüchtigten Armagnacs, die kl) Jahrelang das Elsaß verwüsteten, gegen Soest heranzuholen. Der Mangelan Geld zur Besoldung oder die zuletzt »och alle Begriffe über-schreitenden Greuel der Truppen brachten die Verhandlungen insStocken. Im Juni 1447 aber gewann er I iICCll Mann, zur HälfteBöhmen, zur Hälfte Sachsen, die, mit nencn Verstärkungen auflalM Mann angewachsen, am W. Juni vor Lippstadt erschienen.Wir tonnen hier die berühmte Verteidigung dieses Drtes und dievon Soest nicht darstelle». Wir müssen uns begnügen mit der Bemcrkung, daß das Heer, durch die tapfere Abwehr zurückgeschlagenund durch die mangelhafte Besoldung demoralisiert, am tll. Julieinen ruhmlosen Rückzug antrat.
Hierauf wurde der Erzbischof zn Friedensunterhandlungcn ge-neigt, und namentlich durch burgnndischc Vermittlung kam es am-I. September 1447 zu einem Waffenstillstand, der bis zum ^1. März