Fehden. Beschwerten über Zölle.
Cleve.') In der Zwischenzeit fand cin Zug nach Hcsscn statt, andein Duisburg mit neun Pfcrdcn teilnahm.-)
Niederhält fanden Fehden mit dem Bischaf van Münster statt;berühmt wurde damals Ottenstein; Heinrich van Salms, Herr zuOttenstein, wurde van Ottv van Hoya, Bischaf van Münster, vom29. September 1466 bis 26. Juli 1468 belagert. Die Duisburgerund Wcsclancr u. a. zagen mehrmals dahin, um den Ort zu vcr-provianticrcn; das gelang, aber schliesslich wurde er doch zur lieber-gäbe gezwungen/') Adolf van Cleve zollte unserer Stadt seine An-erkennung, indem er ihr 1468 einen Wochcnmarkt verlieh. H
Kurz vorher, im Jahre 1467, war die Stadt, nach einem vergeb-lichen Bcrsuche im Jahre 1692, in den Hansabnnd wieder anfgcnammcn.Ä
Am 66. November 1414 bestätigt König Sigismund zu Kölndie Privilegien der Stadt;") ihre Abgeordneten beklagten sich bei derGelegenheit bei ihm über Zollbcdrückungcn zu Mainz und erhieltenmich Briefe an die Mainzer mit. Diese gaben sie im nächsten Jahredem Kanrad Gelreman» und Wolther Herbortz mit, welche zu Sigis-mund nach Konstanz, Ivo damals gerade das berühmte Konzil statt-fand, geschickt wurden, um sich über Straßburg ebenfalls wegen Zoll-bcschwcrdcn zu beklagen. Sic überreiche» am 16. September 1415zu Mainz die kaiserlichen Briefe, erhielten aber keine Antwort, nichteinmal eine Empfangsbescheinigung, während doch jede Antwort, diegegeben würde, dem Könige wieder vorgelegt werden sollte.I DieAbgesandten zogen dann nach Konstanz und harrten dort von MitteSeptember bis in den Februar des nächsten Jahres vergebens auf KönigSigismund. Dieser kam im September 1415 in Pcrpignan mitBenedikt XIII. und Ferdinand von Arragonicn zusammen. Dannzog er nach Frankreich nnd England »nd kehrte erst im Sommer 1416nach dem Fcstlande zurück, blieb bis gegen Ende des Jahres in denNiederlanden, Lothringen nnd am Rhein nnd kam erst Januar 1417 nachÄonstanz. Dorthin ging dann im Frühsahr 1417 Wolthcr Herbortzallein mit mündlichen Aufträgen nnd einem Beglaubigungsschreiben, dasin ausserordentlich kläglichen Ausdrücken abgefaßt war. Es ist dasschreiben, in dessen Eingang gesagt wird, daß Karl der Große vonOnisburg au? seine Heerführer nach allen Seiten in das benachbarteWestfalen geschickt habe, woher der Ort den Namen Dispargnm (vonämpsi'g'o) empfangen habe.") Weiter heißt es danni Bon ihm und
') Weselcr Stadtrechnnng. - > Stadtrecbnnng von 1405. Ficker, Münster-ichc Chroniken S. 62. Lac. IV 44. 6 Düsseldorf X. 62 bis. °) Mehr hier-über Kap. XII. »1 gt. X. 55. ') Lagcrbnch S. 60. Aufzeichnung des Stadt-schreibers Jakob Lndger. ch Oben S. 13.