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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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2.A> 8 16. Duisburg intter Engelbert lkl. von der Alark ?e.

direkten männlichen Nachkommen nrehrmals unsicher wurde, wurdenVersuche gemacht, das Land als kölnisches Lehen in Anspruch zunehmen. Diese mißlangen, aber die Ansprüche wurden festgehaltenund nur zurückgestellt, um dci günstiger Gelegenheit wieder hervor-geholt zu werden. Das geschah nun wieder nach dem Aussterbendes ersten elevischcn Hauses beim Dode Johanns (1368). EineSchwester Johanns, Anna, lebte in kinderloser Ehe mit Gottfriedvon Arnsberg. Auch sie machte, wie oben gesagt, Ansprüche aufCleve, aber erkannte wohl, daß sie den ihr so verhaßten märkischenBrüdern nicht werde Stand halten können. Um aber wenigstensArnsberg denselben zu entreißen, brachte sie ihren Gattin dahin, daß1368 durch einen Schcinkanf und im folgenden Jahre durch eineSchenkung die Grafschaft Arnsberg dem Erzbisehof von Köln über-tragen wurde. Und nach dem Tode ihres Gemahls schenkte diealternde Agnes 1377 dem Erzbischof „die ihr durch Erbschaft ver-fallene Grafschaft Cleve, besonders noch aus dem Grunde, weil sievon Köln lehnsrührig sei." Durch die Erwerbung von Arnsberg hattendie Erzbischöfc die Mark fast vollständig umklammert; als Herzöge vonWestfalen hatten sie oft genug Gelegenheit, in die inneren Verhält-nisse des Landes sich einzumischen; durch Eingreifen mit der geist-lichen Gewalt machten sie alle geordnete Rechtspflege unmöglich, jamachten sich zu entscheidenden Mitrcgcnten, indem sie alle Streitig-keiten vor das geistliche Gericht zu ziehen suchten. So zwang diePflicht der Sclbstcrhaltung die Märkcr zum Widerstände; und ihreEnergie und ihr Machtzuwachs machte sie in hundertjährigem Kampfezu ebenbürtigen Gegnern des Erzbistums.')

Engelbert und Adolf teilten das Land nach dem bereits 1362verabredeten Plane. Jener war schon seit 1347 Graf von der Mark;dieser war erst Bischof von Münster gewesen, dann 1363 als Erz-bischof von Köln vom Papste bestätigt worden; aber er lehnte es hierwie in Münster ab, die geistlichen Weihen zu nehmen, und nach neunMonaten entsagte er zu Gunsten seines Oheims Engelbert von derMark, der bis dahin Bischof von Lüttich war. Bon diesem aber ließer sich das Amt Nhcinbcrg verpfänden, um an der Grenze deselevischcn Landes festen Fuß fassen zu können. Nach dem Siege erhielt Adolf, wie verabredet, die linksrheinischen Lande, dazu Emmerichund die Hcttcr; Engelbert bekam das übrige, übernahm es aber auch,den dritten Bruder Dicdrich abzufinden. Er überwies demselben das

') Von Haeften, Zeitschrift des bcrgischen Gcschichtsvercins II. Hansen,Die Soester Fehde. Einleitung S. 2 f.