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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Der schwarze Tod.

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den Küsten des schwarzen Meeres nach allen Hafen des Mittclmccresund von da nach Kärnthcn und ganz Südfrankrcich und zur Seeauch nach der Norinandic und Picardie. Im nächsten Jahre drangsie allmählich von der See her nach England, Flandern, Fricslandund alle Küsten der Nord- und Ostsee und zu Lande durch Burgundund Elsaß an den Rhein und kam gegen Ende des Jahres nachKöln. Das nordwestliche Deutschland zwischen Rhein und Elbe wurdedann 13dl) gleichzeitig von Norden, Westen und Süden ergriffen.')

In der Wcscler Stadtrcchnnng von 1349 heißt es: Am Tagnach Shmvn Inda (28. Oktober) ritten Bürgermeister und Rat zudein Grafen von Cleve, der damals alle Ortschaften (aivitutss) ver-mied. Es scheint nicht, daß damals die Pest schon im Lande war,sie wurde nur befürchtet. Am 26. Mai 1359 sendet man von Weseleinen Boten nach Rhcinbcrg wegen eines, der mit Gift betroffen war;am 30. Mai kommt ein Bote von Coesfeld, um nachzuforschen wegendes Jndengiftcs; am 11. Juni wird Peter Hunnen nach Duisburggeschickt, um wegen des Jndengiftcs nachzufragen, ob die Verbranntenetwas verstreut hätten. Ohne Datum finden sich dann noch dieNotizen, daß ein Bote von Ncnß eine Abschrift des von Essen ge-sandten Briefes in Wesel verlangt, und daß ein Bote nach Cleve ge-schickt wurde, um wegen des Giftes an den Hof zu berichten; endlichdaß Ende Juli oder im August Kavclens verbrannt wurdet) Inder Rechnung des Jahres 1351 heißt es dann, für die Verbrennungder Armen außerhalb des Steinthors ans Befehl der Schöffen 1 Markgegeben. Es liegt nahe, hierbei an Verbrennung von Pestkranken zudenken. Darnach würde sich folgendes ergeben: Beim Herannahender Pest verbreitet sich, wie auch sofort im Jahre 1348 in Südfrank-rcich, das Gerücht, die Juden hätten die Brunnen vergiftet. Sowerden in Frankfurt am 24. Juli die Inden erschlagen, und balddarnach erscheint die Pest; in Köln trat die Pest nicht vor dem18. Dezember 1349 auf, die Juden wurden schon am 24. Augustverbrannt. In Wesel, Neust, Duisburg, Essen, Coesfeld ist manwegen der Vergiftung Ende Mai, Anfang Juni 1350 in Sorge;anfangs Juni findet die Verbrennung der vermeintlichen Misse-thätcr statt.

Nach der Vertreibung und Verbrennung der Juden kam diePest. Fni Jahre 1351 verbrennt man in Wesel vor dein Steinthorcdie Armen, ^ die an der Pest gestorben sind. Auch nach Duisburg

0 vi'. Robert Hoeniger, Der schwarze Tod in Deutschland. Berlin. 1882.l Weseler Stadtrcchnungcn.