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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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2^4 K 47. Duisburg unter Cleve und Äerg 1290—lst48^

halten, sonst solle cr gezwungen werden, von allen Zöllen abzulassen.Es wurden drei Bezirke mit je einem Hauptmann gebildet, einwcttcrcmcr, ein oberrheinischer, ein nicderrhcinischer; letzterer für Kölnund dos weiter hiimblicgcnde Gebiet.st Der Lnndfricdcnsbricf wurdein Köln in der Stiftskirche Nariu ad »-radus verlesen. Wer ihmbcitrot, mußte sich durch einen leiblichen Eid verpflichten, die Bcstimmnngen des Bnndcsvertragcs getreu erfüllen zu wollen. Am28. Juni trotcn ihm als die ersten der Graf Wilhelm von Arnsberg,Kracht von Grcifcnstcin und Wilhelm von Jülich bei; am 29. Adolf VI.von Berg, am 30. die Stadt Duisburg, etwas später Ncynald vonGeldern; Erzbischvf Heinrich II. von Köln am 4. Juli, obwohl er vieleZollciunahmcn aufgeben mutzte, doch nur nuter dem Vorbehalte, dem vonihm gekorenen Könige (Friedrich von Oesterreich) beistehen zu können;im August Wilhelm III. Graf von Heunegan, Holland und Seelands)Dieser wurde zum Hauptmann für den Nicderrhcin bestellt. Als derErzbischof von Köln sich ans Betreiben des GcgcnkönigS von demLandfrieden lossagte und von Brühl ans die Kanflente brandschatzte,wurde er dort belagert; es half ihm nicht, daß cr mit geistlichenWaffen eingriff und die Stadt Köln mit dein Interdikt belegte,nur ein Teil der Geistlichen leistete Folge, und cr mußte sich zurUnterwerfung entschließen, st An der Bestrafung des Fricdcbrechcrsnahmen außer der Stabt Köln Wilhelm von Holland, Gerhardvon Jülich, Adolf von Berg und andere Teil; der Graf vonCleve wird nicht genannt; ebensowenig ist ersichtlich, ob unsere Stadtdabei war.

Uebrigcns wird jetzt Duisburg für lange Zeit in Neichsangc-lcgcuhcitcn nicht mehr erwähnt. Der Handelsverkehr mag sich nocheinige Zeit auf der alten Höhe gehalten haben, aber größere Aus-dehnung gewann cr nicht mehr. Der gewonnene Reichtum blieb nocheinige Zeit erhalten, und mit demselben gelang es der Stadt, ihreFreiheiten noch zu erweitern; aber cr reichte nicht ans, um gegenZahlung der Pfaudsummc die Berechtigungen des Landcssürstcu ganzabzukaufen. Vielleicht ging auch das Bestreben gar nicht dahin;denn nun hatten die Bürger in Cleve wie in Berg freien Verkehrund waren für das Reich weniger als andere in Anspruch genommen.Daß die Stadt 1338 mit dem Herrn von Stecke einen günstigenVertrag abschloß, ist oben erwähnt, st 1346 verpachten Adolf vonBerg und seine Gemahlin Agnes den Duisburgern ihre Grnit-gcrcchtigkcit, d. h. die Berechtigung, Grnitbier zu brauen, was als

9 Lac. Iii 159. st Höhlbaum, Mitteilungen aus dem Kölner Stadt-archiv V S. 29. st Lac. III 16S, 170, 176, 180. st S. 103.