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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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Z"0 K 47 Daisburg unter Cleve und Berg 1290—1348.

noch dic Gunst des Königs N) Am 14. Dezember 1294 bestätigt dieserdem Grafen Dicdrich van Cleve den Pfandbesitz van Duisburg, jaer erhöhte dic Pfandsnmme nach um 1409 Mark/), und auch seinesanstigcn Ansprüche konnte Sifried nicht durchfuhren. Er starbam 7. April 1297. Zwischen seinein Nachfolger Wicbald van Halteund Adolf stellte sich kein besseres Verhältnis her, und so stimmteauch jener am 2.4. Juni 1298 zu Mainz für Absetzung Adolfs undwar für dic Wahl Albrcchts thätig, die am 27. Juli desselben JahrcSzu Frankfurt vollzogen wurde. Albrccht verschrieb ihm dafür am28. Angnst zu Köln in Gegenwart der Wahlfürstcn Kaiserswerth.Auch der damalige Inhaber Johann Burggraf von Nhcincck weigertesich zu weichen. Daraus gelobte Albrccht in einer zweiten Urkundeeidlich, bis zum kommenden Martini die Einräumung bewirken z»wollen, bei Strafe des Einritts in Frankfurt, unter gleicher Verbürgnng der Fürsten. Als sein Befehl erfolglos blieb, forderte eram 24. September die Grafen von Geldern, Cleve, Jülich, Bergund Mark, sowie die Städte Köln und Duisburg ans, dem ErzlüschofBeistand zu leisten.") Aber wirksamer als diese Aufforderung war derUmstand, daß der Erzlüschof von Mainz den Burggrafen von Nhcineckund den Sohn des Kommandanten von Kaiserswerth ergreifen unddem Erzlüschof von Köln ausliefern ließ.

ES war für lange Zeit das letzte Mal, daß Duisburg nachweislichin den allgemeinen Neichsangclcgenheitcn mitthätig zu sein aufgefordertwurde; wiewohl das freie Verhältnis zum Pfandhcrrn und die alteStellung gewahrt blieb. Schon am 27. Angnst 1298 hatte Albrechtdie Privilegien der Stadt bestätigt.") Um die Wende des Jahrhundertshielt er sich längere Zeit am Nicderrhcin ans, um dic LandschaftenHolland und Seeland, deren Grafengeschlccht im Mannesstamme ans-gestorben war, als erledigte Ncichslchen einzuziehen. Da mußte ersich selbst überzeugen, wie schwer die allenthalben eingerichteten Zoll-stätten die Rhcinschisfahrt belasteten. Als nun dic rheinischen Erz-lüschöfe und der Pfalzgraf ans Betreiben des Mainzer Erzlüsehofs,der ein Bruder Adolfs von Nassau war, äußerst feindselig gegen ihnvorgingen, und sogar über seine Absetzung verhandelten, gab ep denKlagen der Städte williges Gehör und forderte seine treuen Bürgervon Köln ans, diejenigen, welche Zölle, Abgaben und Geleitsgcldergegen ihre Privilegien von ihnen erpreßten, an Leib und Gut auzugreifen und die Entrichtung der gegen Recht und Herkommen beiLnhnstein, Cvblenz, Andernach, Bonn, Ncnß und Rheinbcrg geforderten

') Lac. Archiv IV x. 13. Lac. II 950. °) Lac. I11008. Lac. II IM.