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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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190 Z . M. Das Kreuzbrüderkloster Petcrsthal.

aonckitia (klägliche, dürftige Lage) desselben geklagt. Um diese Zeitbildeten ein Prior und drei Mönche den ganzen Bestand des Konvents.

Wie schon oben beim Minoritcnklostcr erwähnt, wurde 1804von der preußischeil Regierung ein Inventar der Klöster aufge-nommen. Darnach befanden sich im Petcrsthal der Prior Dahmcn,der zugleich Pastor lind Bikarins zu Hückingen war, zwei Patres,ein Kecht und eine Magd. Es gehörte nämlich zum Kloster außereinem Kirchhofe auch eine kleine Pfarrkirche, zu welcher sich dieKatholiken des Marienviertcls, sowie der Feldmark und des Kaßlcr-feldcs hielten. Außerdem hatte 1673 der Graf von Broich, der dasPatronat in Hückingen hatte (vielleicht vom Biegcr Hof her, der seitEnde des 14. Jahrhunderts voll Broich lchnrührig war), den Krcnz-brüdern wegen ihrer Armut gegen eine geringe Vergütung die religiöseBesorgung von Huckingen mit der Bestimmung überwiesen, dort inder kleinen Kapelle sonntäglich eine Blesse zu halten. Im Laufeder Zeit war der Dienst etwas erweitert worden. — Das dortige Einkommen wurde, kapitalisiert, auf 3068 Rcichsthalcr, das Gesamt-vcrmögen mit dem von Hückingen auf 30809 Rcichsthalcr geschätzt.Die Kommission schlug vor, dies Kloster aufzuheben, weil alle Gc-meindcmitgliedcr in der Minoritcnkirche Platz finden könnten. Docherst am 31. November 1814 wurde demgemäß von dem Gcncral-Gouvervcmcnt entschieden. Das Klvstcrgebäude mit einein ausge-dehnten Hofe, großen Gemüse- und Baningarten wurde einige Zeitnachher verkauft und zu zwei geräumigen Wohnhäusern eingerichtet.Auf dem von der Kloster- und Wicsenstraßc, kleinen Gasse undUnterstraßc umschlossenen Grundstück, das auch einen großen Gartenund Baninhof umfaßte, stand das Kloster an der Wicsenstraßc, einigeNebengebäude an der Klosterstraße (Blau hätte also die Wiesen-straße statt der jetzt so genannten Straße „Im Petcrsthal" nennenmüssen). Der letzte Prior, Johann Caspar Damen, vermachte 1830der hiesigen Armenaiistalt 300 Thlr. 1831 wurden alle Fonds desKlosters an die katholische Gemeinde abgetreten lind seitdem zur Aus-stattung des Pfarrgvttcsdienstes verwendet.