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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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Die Stadtmauer.

Ans den Wällen, namentlich dem Svnncnwall, wurden seit dem16. Jahrhundert Tuchrahmen aufgestellt; am Spik schon im 16. Jahr,hundert Bleichen eingerichtet. Seit 1767 wurden die Gräben zugcwarfen, für Graswnchs hergerichtet und in 14 Parzellen in Erbpachtgegeben. Häuser sind dort erst nach 1846 entstanden.

Die Mauer trägt ans der Karte etwa 66 Turme und Basteien;die Zahl wird verschieden ausfallen, je nachdem man einige kleinereWachthäuscr, die sich namentlich zwischen Kuh- und Maricnthor be-finden, mitrechnet oder nicht. Ausgebaute, oben gedeckte, teils runde,teils viereckige Türme sind, abgesehen von den Thoren, 15 vorhanden.Die Namen derselben werden sich bei genauer Durchforschung derStadtrcchuuugeu feststellen lassen, doch ist wohl zu beachten, daß inder späteren Zeit vielfach neue aufkommen; Scherenschleifer- undKuhhirten und Ferkeshirten- und Schäfertnrm sind natürlich nurspät entstandene Bezeichnungen. Ans späterer Zeit ist auch demNamen wie der Entstehung nach der Koblenzcrtnrm; aber woherdie Bezeichnung stammt, ist nur nicht klar. Vordem befand sich inder Gegend der Stcckhasenturm. Auf der entgegengesetzten Ecke, wodie Rhcinstraßc ans den Kanal stößt, wird in alter Zeit der Turmllorimriiui Hn^curm genannt, und ein Hermann Hugossohn wirdschon in der ältesten Stadtrcchnung von 1656 erwähnt. Ans derBraunschcn Karte befindet sich aber dort kein Wohnhaus an derMauer, und es ist auch nicht wahrscheinlich, daß in älterer Zeit dorteins gestanden hat. Warum also der Turm nach der Familie gc»mint ist, bleibt doch zweifelhaft. Später nannte man ihn Hugcnoder Höge»-, Hufen- oder Hovcnturm. Die Strecke an der Stadtmancr vom Schwancnthvr zum Minoritenklostcr hieß Bnsein mireinem mir ebenfalls unerklärlichen Namen. Der Mühlcntnrm wurdenach den Berichten der Chroniken 1466 begonnen; schon wenigeJahre darnach spielt er in der städtischen Geschichte eine Rolle. Erhat am längsten von allen Türmen sich erhalten. Erst im Juli 1868ist die darauf befindliche Mühle bei dem Brande der GatcrmannschcnMöbclschrcincrei zerstört: 1875 ist der Turm auf den Abbruch für4456 Mark veräußert worden. Im übrigen begann die Zerstörunggegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Als Festungswerke warenGräben, Mauern und Türme schon lange nicht mehr von wesentlicherBedeutung. Zwar wurden sie im Jahre 1661 von den Holländernmit neuen Bollwerken versehen, so daß das Ganze als ein wirklichvcrteidigungsfähigcs Werk erscheint tcs ist so ans der McrianschcnKarte gezeichnet), aber bald darauf, spätestens im nächsten Jahre,wurden alle neuen Anlagen wieder zerstört und dem Erdboden gleich