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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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K 21. Duissern. Das duissersche Kloster.

unwillkommenen Fremden (ikiiiospitalitatos iinparlnimö) werdenwohl den Hauptgrund gebildet hoben. Gernand unrd ivohl befürchtethaben, daß in den damals gegen Friedrich II. sich erhebenden Kriegendas Kloster für einen Angriff auf die Stadt Deckung bieten könnte,wie er denn mit der gleichen Porsicht in Kaiserswerth die Bcrteidignng ins Auge faßte.') Am 20. April 1248 bestätigt Wilhelm vonHolland die Schenkung dieser Hufe, setzt aber den Zins ans l'/»Schilling und gestattet, die Hofstättc und ihren Bau bis zum nächstliegenden Berge auszudehnen (axtancköra usgns ack mcmtainpro.xima ackiuesntoii).') Wo ist dieser Ort? Das spätere Klosterlag auf Klostermannshof in der nordwestlichen Ecke des SchwarzenWegs und der Dorfstraßc; daß von da ans daS Kloster nicht biszum Berge ausgedehnt werden konnte, wird wohl niemand bezweifeln.Aber wie gelegen kommt uns hier die Sage von dem versunkenenKloster in der Bähe der Unterwelt! Dort werden wir das ans Befehl des Burggrafen Gcrnand angelegte Kloster kons stonto iVlariv,Marienqncll, z» suchen haben. Ein untergegangenes Kloster ist es:denn die Nonnen verließen diesen Platz wieder und gründeten an deralten Stelle endgültig ihr Kloster. Diese Annahme wird bestätigtdurch einen Bericht über das Besitztum des Klosters, der um 1600abgefaßt ist;", da heißt es: das Kloster muß geben von dem Platzim Busch, dar dat Kloster fnrzeitcu plach zu stacu, up desKönigs oder Niphof l'Z Schilling. Während man bisher die Erzählung von dem „versunkenen Kloster" als ein Märchen betrachtete,erweist sie sich nunmehr als geschichtlich wohl begründet. Es istdoch wunderbar, wie im Bolle sich solche Erinnerungen aus der Borzeit erhalte»!

Das in der Urkunde von 12.47 0 porta ckai genannte Klostererhielt min den Namen porta und via osli (Himmclspforte undHimmclswcg). Man wird daraus nicht ans einen dritten Platzschließen dürfen: denn schon der Wechsel zwischen porta und via ooUnimmt der Bezeichnung portu ckai das Auffaltende. Daß aber dasKloster seit dem Negiernngsanlritt des Wilhelm von Holland (1248)über den alten Platz wieder verfügen konnte, crgiebt sich aus denSchntzbricfcn, die der König demselben ausstellt; wiederholt ermahnter den Schultheiß, dafür zu sorgen, daß die Bewohner sich über nichtszu beklagen haben.")

') Lac. Archiv III S. 1t). 0 n^c. n gs?. Düsseldorf, Kloster

Duissern, Akten u. 7. *) Düsseldorf, Duissern, Urkunden u. Z. °) .1. Düffel-dorf, Duissern, Urkunden u. 7 vom ZU. März und kl). November 1216.