Druckschrift 
Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen
 

IZg H M, Das kleine und das große Hochfeld.

vorbei nach Broich. Der Weg durch das Feld und den Wald ist erst Endeder dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts zu einer Landstraße gemacht; imAnschlüsse daran wurde von 1842—44. die Kettenbrücke in Mülheima. d. Ruhr erbaut und am 13. November 1844 eingeweiht. Bon diesemWege zweigte sich die Hcergassc nach Düsseldorf, jetzt Ncndorfcrstraßegeheißen, ab. In der Ecke, wo diese sich in der Gegend der altenWindmühle nach Südosten wendet, ist ans der Karte von 1733 einErdwcrk eingezeichnet mit der Umschrift „alte Schanze". Die Herknnft desselben ist mir nicht bekannt. Mit der Hccrgasse vereinigtesich in der Nähe der Kolonie der Ratinger tNatcubäumchcs-) weg.Wie sich dann dieser hinter der Landwehr wieder teilte, ist oben dargelegt; ebenso daß außer dem Ratcubnumcheswcge auch der Huuschcnbuschcrweg zum Walde führte. Die Düsfcldorfcrstraße vom Kuhthornach dem Grunewald ist erst am Anfang dieses Jahrhunderts angc-legt; doch war ein Teil der Straße als Feldweg vorher vorhanden.Die alte Straße führte aus dem Marienthor über die Hcergasse aufder westlichen Seite des Dickclsbachs.

Außer dem Dickclsbach bcfiudet sich auf dem Gebiet nochder Poctbach. Er setzt sich zusammen aus dem Bommclcrbach,der aus mehreren Quellen von den Tcnfclsmühlcn zwischen demStümpen- und Krcuzberg herkommt und dem Poet- oder Weiß-buch zwischen dem Krcuzberg und dem Armcnsicpenbcrg, der auchdie Quelle des heiligen Brunnens aufnimmt. Man fühlt sichsehr versucht, mit dem Poctbachc die Poctgassc in der Stadtzusammenzubringen. Daß das Bett des Baches reguliert ist undschon war, auch vor den letzten durch die Eisenbahn-Anlagen hervor-gerufenen Bcrändcrnngcn des Laufes, konnte man an der scharf-winkligen Wendung leicht erkennen, die er von der Landwehr nachdem Grnnwald nahm. Ucbcrdics haben wir eine Urkunde von 1342,'in der gesagt wird, daß mau Holtdiug gehalten habe mit Rücksichtauf einen Graben, den man von neuem zu machen angefangen habezum Nutzen der Stadt, des Feldes und des Waldes;

Wir Rutgcr von Horst, Schultheiß, Johannes von Rhu, Gotschalk von Rcdinkhovcn, Dietrich von Boyldcn, Winrich Gclrcmau,Henrich van den Put, Johannes Tacke Hcnrichssohu, AmploniuSgenannt Schnieder, Otto genannt Postrclc, der Meyer und Adamvon Rcdinkhovcn, sogenannte Erbgenosscn des Duisburger Waldes,haben in Gegenwart vieler andern nach Brauch die Glocken läutenlassen, um ein sogenanntes Holtdiug abzuhalten, das ebenda nach

U Düsseldorf, Herrenstrunden, Urkunden n. Lv.