Das kleine und das große Hochfeld.
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unter dem Namen „Mclatcn huys im kleinen Hochfcld" erwähnt.Es war im Mittelalter an vielen Orten außerhalb der Stadt fürdie Aussätzigen ein besaudcrcs Haus errichtet. Die Krankheit wareben sehr häufig. Für diejenigen in der Stadt, die von solcherKrankheit betroffen waren, wurde bestimmt:^ Ein jeder Bürger oderEingesessener, dem Gott die scheußliche Plage zuschickt, soll seineZhüren und Fenster sechs Wochen lang zuhalten und vor seiner Thüreinen Strohwisch aushängen: und wer ans einem solchen Hause hin-ausgehen will, soll ein weißes Stückchen in die Hand nehmen. Aufdem Markte durfte er nnr erscheinen, nachdem die andern Käuferihn verlassen hatten. Es war natürlich, daß diesen Unglücklichendas Mitleid sich zuwendete, und daß erhebliche Stiftungen für sieaufkamen. Die Krankheit verging, wie es scheint, oft im Verkaufder Zeit von selbst; wer rein zu sein glaubte, reiste nach Köln, umsich dort im Melatcnhaus besichtigen zu lassen. Nach dein WjährigenKriege aber scheint die Seuche verschwunden zn sein; dadurch kamenauch die Mekatenhänser in Verfall ; um 1799 hatte sich im Bcrgischendarin eine Räuberbande niedergelassen. Der hiesige Rat vereinigtedie Stiftungen mit denen des Gasthauses und Waisenhauses, lieberdas Haus selbst berichtet Withof unter dem Jahre 1720: Im Sommersiel das alte große Siechenhans außerhalb des Marienthors bei Hellemund stillem Wetter mitten am Tage von selber um, ohne jemandesBeschädigung, außer einem einzigen Huhn, das dabei sein Leben verlor.
Jenseits, also ans der rechten Seite des Dickelsbachs dehntesich bis nach Duissern das große Hochfeld ans. Die Furchen ziehe»sich nach den Flurkarten, besonders nach der von 17.R), von Duissernans in langen Streifen über die Mülhcimcrstraße nach der Land-wehr hin, dann von der Stadt nach Südosten, endlich von dem denDickelsbach entlang nach dem Johannitcrhof Mnsfcld führendenWege ans nach Nordosten; so daß man daraus noch erkennen kann,wie die alten Ansicdlungcn sich dem hohen Ufer von Duissern,der Stadt und der Beck entlang bis nach Musfeldshof hinzogen.Das Feld wurde von dem aus dem Kuhthor kommenden Mülhcimcr-wegc durchschnitten, der am Buchenbanm vorbei lief, sonst im ganzender jetzigen Landstraße entsprach; doch ist dies nicht der ursprünglichnach Mülheim führende Weg; das sieht man schon daraus, daß dieAckcrparzcllcn von Duissern ans sich schiefwinklig über diesen Weghin erstrecken. Die alte Verbindung mit Mülheim führte vom Stapel -thor aus durch Duissern sDorfstraßc) an der Nordostscite des Berges
9 8t. 556. °) 8t. 560 v. kok. 26.