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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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H 19, Das Waldgebiet.

Auf uns herab und übersilberte

Der Wasser Blau: des Haines Däimnruug schwand,

Weiß überschleicrt war der Buche Grün,

Und majestätisch segelte ein Schwan

Und tauchte kühn sich in die weiße Flut.

In gleichem Masse ist fast allerwärts die alte Herrlichkeitvergangen.

Zwischen dem Wald und der Landwehr laß von dem Fuße desBerges an Haide nnd Weideland, Ivo Kühe und Schafe spärlicheNahrung fanden, ehe man den Ncuenkainp nnd die Rheinau zu öffentliehen Weiden benutzte. Ein großer Teil davon ist bekanntlich erstin den letzten 40 Jahren zu Ackerland gemacht; doch wurde dort aufBefehl Friedrichs des Großen gegen den Willen der Stadt die KolonieNendorf von Pfälzer» nnd Hcssendarmstädtcrn angelegt. Nach demsiebenjährigen Kriege wurde durch Königlichen Erlaß die Kriegs- undDomänenknminer in Cleve angewiesen, Ansiedler in das Land z»ziehen, um wüste Strecken urbar zu machen, namentlich aber auchtüchtige Handwerker und Gewerbetreibende zum Anzüge zu veranlassen.Das gab die Beranlassnng zur Gründung des heutigen Pfalzdorf undLuiscndorf bei Cleve. Unter dem 1. September 1709 wurden solchenFamilien besondere Bergünstigungen erteilt: Jeder Ansiedler sollte aufder beim Duisburger Walde gelegenen Haide 6 holländische Morgenunter der Bedingung eigentümlich erhalten, daß er sie urbar macheund bebaue, auf fünfzehn Jahre Freiheit von allen öffentlichen Lastenund Abgaben genießen, nach Ablauf derselben einen jährlichen Zinsvon 05 Stüber halb an die Stadtkasfe, halb an die Waldkassc proholländischen Morgen zahlen. Doch die Watdbcerbtcn erhoben Wider-spruch gegen die Änsiedlung auf ihrem Eigentum; sie wurden zwardurch Königl. Berfügnng vom 28. August 1709 zurückgewiesen, gabenaber doch wohl die Beranlassnng, daß die ersten Ankömmlinge im Jahre1709 nicht in Nendorf, sondern bei Duissern angesiedelt wurden, auchjenseits der Dandwehr, auf der westlichen Seite der heutigen Schwcizcr-straßc (auch Lackmanns Hof scheint damals erst entstanden z» sein);andere wurden, weil sie Müßiggänger oder Trunkenbolde gewesen wären,nicht angenommen. Im Jahre 1770 folgten erst einzelne, dann zu-sammen 14 Familien aus Hcsscn-Darmstadt, auch in den nächstenJahren noch einige ans Hessen nnd der Pfalz. Mehrere vonihnen hatten als Lutheraner wegen ihrer Religions-Ausübung diebisherige Heimat verlassen müssen. Im Jahre 1870 wurde durcheine Feier am 12. und 10. Juni und durch eine Nachfeier am19. Juni das hundertjährige Bestehen der Kolonie festlich bc