Die Veränderung des Rheinlanfs.
Wanheim gehörte von altcrsher bis zur französischen Zeit zurParochic Friemersheim, wie das bereits eine Urkunde Venn Jahre1147 zeigt; man heit daraus schließen ivollen, daß beide ursprünglichans der linken Rheinseitc lagen, aber, wie wir scheint, voreilig. Dennda das Christentum ans der linken Rheinseitc eher verbreitet warals auf der rechten, da ferner die Verbindung Wanheims mit demjenseits des Rheins liegenden Friemersheim viel leichter war, als mitdem durch den großen Wald abgetrennten Duisburg, so erklärt sichschon daraus die kirchliche Verbindung mit Friemersheim. Ueberdieswar der Abt von Werden, dem Friemersheim seit den Zeiten .Carlsdes Großen gehörte, auch in Wanheim begütert:', so kann sieh auchhieraus eine kirchliche Verbindung entwickelt haben. Eher könnteman vermnten, Friemersheim lag ans oder an dem rechten Rhciunfer;der Wcrthschc Hof dort bildete mindestens eine Halbinsel im Rhein, auchwar derselbe ehemals Königsgnt, wie das gegenüber liegende Ufer.Auch Friemersheim selbst wird als eine Fusel bezeichnet. Es istaber auch nicht zu ersehen, wo denn östlich von Wanheim das alteRhcinbett gewesen sein soll. Es könnte nnr der Diekelsbach als solchesangesehen werden, wie das auch wirklich geschehen ist; aber dann hättees in der Stadt Duisburg kein Vcetvierdunk geben können; und wiewollte man dann die uralte Verbindung von Wanheim und Anger-hansen »nd dem ganzen Hochfeld mit Duisburg erklären? Wiekonnten diese Bezirke zur Duisburger Hnndertschnst gehören, wennsie auf der andern Rheinseitc lagen? Der Rhein wird vielmehr nnmittelbar von dem Kastell zu Hochemmerieh sieh nach Asberg (ASeiburgiums gewendet haben, wo man noch heute den nach Effenbergsieh hinziehenden Uferabhang bemerken kann.H Von dort wandte ersich, wie oben nachgewiesen wurde, nach Dsten oder Dstsüdost ansDuisburg zu und dann nach Norden. Zwischen Duisburg undBleiderich nahm er die Ruhr auf, ließ Ruhrorr links liegen, nahm
U Lac. I :!K2. - i Bei solchem Loose des Rbeines log Aßerlagen oof derrechten Seite, war von Duisburg durch kein uolürliches Hindernis geschieden. Dannerklärt es sich, wenn es in dem ölten nni Wv aufgestellten Werdcnseben Hebercgister(Lac. Archiv II S. 22l>) heißt: Zu der Kirche in Emmerich gehören 4 Hufen inEmmerich, . . in Bcttenkomp und Schwafheim die sechste, ... als zehnte Hufe einein Aperlagcn und Duisburg gelegene iiul enrtem elaminienm psi'tinsnt Iiinmnsi: iinattttor inttusi in Ülmbrileni; in Rttutileslism (iniutns; in Lektins'-
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kamp und Schwofheim stoßen aneinander: eine Hufe konnte halb in dieser undbalb in jener Gemeinde liegen; ebenso bei dem alten Lauf des Rheines in Aster-lagen und Duisburg. Wie das aber möglich wor, wenn zwischen beiden derRhein floß, ist mir wenigstens nicht verständlich.
k Averduuk, Geschichte der Stadt Duisburg. Z