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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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Pfalzgrafschaft.

Um die Wende des 11. Jahrhunderts ist Heinrich van Lim-burg, wie es scheint, als Vormund des Siegfried van Wallenstedt ImHaber der Pfalzgrafschaft. Er geriet in einen schweren Streit mitHeinrich IV., in dem er unterlag. Bei der Aussöhnung erhältSiegfried die Pfnlzgrafschaft, aber zum zwcitcnmalc wurde sie ge-schwächt: Ein Verwandter van ihm, Adolf van Berg, wird Graf imDcutzer Gnu, und vielleicht wurde Heinrich van Limburg, demübrigens das Herzogtum Niedcrlothringen verliehen wurde — eswar durch den Krenzzug des Gottfried van Bouillon erledigt -damals das Amt eines Forstmeisters in dem großen niedcrrhcinischcnForst übertragen. Denn ein Chronist berichtet: Die reichen Besitzungendes Vorgängers seien vielen zur Beute geworden^) Es giebt aberauch noch eine andere Gelegenheit, bei welcher die letzterwähnte Be-lehnung stattgefunden haben kann.

Der Pfalzgraf Siegfried von Ballcnstcdt nämlich erhob einenAufstand gegen Heinrich V. wegen einiger Reichslehcn, ans die erals sein Erbe Anspruch zu haben glaubte; aber der Aufstand miß-lang gänzlich; gleich beim Beginne wurde er überfallen und starbkurz darauf an den Wunden, die er im Kampfe erhalten hatte (1113).Der Kaiser zog die Erbschaft ein; erst im Jahre 1119 schloß ermit den Erben zu Metz eine Vereinbarung,^) aber ihr Inhalt ist nichtüberliefert; nur scheint auch damals die Stellung des Pfalzgrafcnwieder geschwächt zu sein; denn nm 1199 war auch der Nuhrgannicht mehr in der Hand der Pfalzgrafen sondern des Adolf vonSaffcnbcrg.2) Und so wäre es möglich, daß bei jener Aussöhnungzn Metz der Ruhrgan au den Grafen von Saphcnberg oder Saffcn-bergch (1112—1158), das Forstmcisteramt aber zur Teilung der Ge-walten an den Limbnrgcr übergeben wäre. Jedenfalls war 1129 derHerzog von Limburg Forstmeister und Vogt zn Duisburg,") und dassind die Limbnrgcr bis zum Tode Walrams (1279) geblieben. Baldnach der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde auch der Keldahganvon der Pfnlzgrafschaft getrennt, und beide Gaue, der Keldahgan wieder Ruhrgau, befinden sich in der Hand des Grafen von Bcrgch,und seitdem sind diese im Süden die nächsten Nachbarn Duisburgs.

9 Bei Lac. Archiv III § 11 Note 7: Lsrlliolclns vonst.Äirt. -rg a. 1035in Ilrstisli Serstit, I 37S. 9 Perk V S. 0 n. VI S. 247,377, 757. 9 Lac. 1368st Lac. I. Register. °) Lac. I 305. °) Lac. Arch. III zi. 42 n. x. III

AberdunI, Geschichte der Stadt Duisburg.