Ailfhebimg des Gestüts.
der stsatur der Sache und in dem Rechte selbst keine t'lendernng, ivenigstens nnirdc es in Euren Königlichen Staaten keine Aendernng machen."
Es sind die Zeiten der französischen Revolution, in denen manso spricht, und in denen eine Einrichtung, wie dos Gestüt und seineJagden, keinen Bestand haben konnten. Auch war man bcrgischevscits langst darauf aufinerksam geworden, daß durch das Gestüt dieAusnutzung des Waldes über die Maßen beschränkt sei.
Schon im Jahre 1801 hatte der Koinmcrzicnrat Brügelmanndie Teilung der Lintorfcr, Huckingcr und Grindcr Gcinartcn beantragt. Einer Aufforderung des kurfürstlichen Münsters entsprechendschrieb der Graf von Spcc am 8. Mai 1808: Am 34. des vorigenMonats erteilten Ew. Exzellenz mir den Auftrag, gutachtlich zu berichten, in wie fern die für die Holzkultnr erwünschte Schonung derWaldungen mit dem landesherrlichen Gcrcchtsam zur Pferdezucht erhalten werden könne. Sehr schwierig ist es, hierin eine Bestimmungzu treffen, indem die Holzknltur und das Interesse des wilden Ge^stüts sich schnurstracks entgegenstehen . . . Nur ein Büttel giebt es,beides zu vereinigen, nämlich Einschränkung des Gestüts ans einenkleinen Distrikt. Ich bin überzeugt, daß jede Mark und jeder Privatmann gerne einen Teil seines Grundes und Bodens abgeben wird,um den übrigen Teil von der Servitut des Gestüts frei zu erhalten,und glaube ich sicher, daß ich es durch Unterhandlungen dahin bringenkönnte, von diesen Waldbcsitzcrn 3—3000 Morgen für das Gestützu erhalten." Auf diesen, offenbar sehr verständigen Plan ging mannicht ein. Erst Napoleons Sturz führte schnelle Entscheidung herbei.Am 8./kü. Dezember 1813 forderte der Gouverneur von Gruner denGrafen v. Spec zum Bericht über das Gestüt ans, und am 10. Januar1814 erfolgte eine ausführliche Antwort, die unter Darlegung derbestehenden Bcrhältnisse zu dem Schluß kam, daß das Institut nichtrentabel sei, es diene lediglich dem Fürsten, den Pferdeliebhabern undden Wünschen derjenigen, die ein solch seltenes Institut besitzen wollten.Der Jahrcsertrag betrüge im Durchschnitt nur 30 Pferde, die bisherteils an die bergische Kavallerie abgegeben, teils verkauft worden seien.Er erklärte sich für die Aufhebung des Gestüts. Und dahin ging auchdie Entschließung der Regierung. Wie oben berichtet, wurden imNovember und Dezember 1814 die Tiere eingesungen, dann fanden imNovember und Dezember 1814 und am 1.4. Februar 181') die Bcrkänfestatt, 360 Pferde wurden ausgestellt und dafür die Summe von 64 833Franks gelöst. Das Gestüt blieb aufgehoben, und die Besitzer erhieltenvom Staate die Waldung ohne irgend eine Entschädignngszahlnng frei.