Das Stadt-Archiv.
Und Botmäßigkeit brachte. Seine Nachkommen Merowäus, Childc-rikus, Chlodowäus haben endlich das blühende und mächtige Reich,welches oon diesen Franken heute Frankreich genannt wird, gestiftet.
Wiederum von Duisburg aus, heißt es in den alten Berichtenweiter, habe Karl der Große Heere und Prediger nach Westfalengeschickt, um das Christentum im Sachfcnland zu verbreiten; dahersei der Ort jetzt Dispargum (von dispcrgo, ich zerstreue) bcnamt, wiedas eine auf dem Konstanzcr Konzil überreichte Bittschrift beweise,die noch im Archiv beruhe;') der Kaiser Karl habe auch die Behmaufgerichtet, „die sonder Schcffen und Urteil die Ungläubigen erworgcnmochten."2) Weil endlich Karl der Große das Kaiserreich begründethabe, so sei Duisburg ans einer königlichen eine Reichsstadt geworden.
Soviel aus der Urgeschichte. Ich muß mich hier eines be-berühmten Wortes des Taeitus bedienen und es einem jeden über-lassen, was er von diesen Dingen als wahr annehmen oder als umglanblich betrachten will.
Kapitel 2.
(Kurilen und Bearbeitungen der Geschichte,Abbildungen und Beschreibungen der Stndt.
§ 2. Znndschriftliche (Kurilen.
I. Aas Stadt-Archiv.
Die wichtigste Quelle bildet das Stadtarchiv. In früherenJahrhunderten wurden die städtischen Urkunden in der Gcrkammerder Salvatorkirche aufbewahrt. Infolgedessen befindet sich noch einegroße Anzahl von städtischen Urkunden, die schon am Ende desMittelalters für die städtische Bcrwaltung ohne Bedeutung waren,im Salvatorkirchcnarchiv. Die Uebrigcn wurden später auf dasRathans hinübcrgcnommcn und bisweilen amtlich untersucht oderneu geordnet. So wurden im Jahr l61U durch Magistrat undScchzehner mit Zuziehung der Bier und Zwanzig aus der Gemeindeetliche Briefe, darinnen der Stadt Privilegien begriffen, ausgesucht,
') Siehe unten Z 50 znin Jahre 1417.
") Vcrgl. Thndichum in Shbels histor. Zeitschrift. Band 68 S. 1 ff-