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5 (1827)
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149
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Dr, M, Luthers einfältige Weise zu beten, ic.

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dehochzeiten und viehisch Wesen daraus, wie es gehet, wo Gottim Zorn seine Hand abthut, und läßts über und über gehen.

Zum dritten beichte und bekenne ich meine Sünde (und al-ler Welt), wie ich wider diß Gebot gesündigt habe, es sey mitGedancken, Worten und Wercken mein Lebetage, und nicht al-lein undanckbar gewesen für solche schöne Lehre und Gabe, son-dern auch wohl wider Gott gemurret habe, daß er solche Zuchtund Keuschheit geboten, und nicht allerley Unzucht und Bübereyfrey und ungestraft gelassen hat, den Ehestand veracht, verspottet,verdammt gehalten w. Wie denn dieses Gebots Sünde vor al-len andern die gröbesten und allerkenntlichsten sind, keinen De-ckel noch Schmücklein haben. Das ist mir leid w.

Zum vierten bitte ich für mich und alle Welt, daß unsGott wollte geben Gnade, solch sein Gebot mit Lust und Liebezu halten, daß nicht allein wir keusch leben, sondern auch anderndarzu helfen und rathen.

Also fahre ich fort mit den andern Geboten, so ich Zeit undWeil habe, oder mich gelüstet; denn, wie ich gesagt habe, willich niemand gebunden an diese meine Worte oder Gedancken,sondern mein Exempel dargestellet haben, dem da folgen mag,wer da will, oder bessern, wers kann, und auf einmal vor sichnehmen alle Gebote, oder so viel ihn gelüstet. Denn die Seele,wenn sie auf ein Ding geräth, es sey böse oder gut, und ihrErnst ist: so kann sie in einem Augenblick mehr dencken, denndie Zunge in Itt Stunden reden und die Feder in 10 Tagenschreiben. So ein behende, subtil und mächtig Ding ists um dieSeele oder Geist. Darum hat sie die Zehen Gebote durch allevier Stücke gar bald auszeucht, wenn sie es thun will undErnst ist.

D«s siebente Gebor.

Du sollt nicht stehlen.

Erstlich, lerne ich hie, ich solle meines Nächsten Güter nichtnehmen, noch haben wider seinen Willen, weder heimlich, nochoffenbar, nicht untreu, noch falsch seyn mit handeln, dienen, ar-beiten, damit ich das Meine nicht diebisch gewinne, sondern sollemich im Schweiß meiner Nasen nähren und mein eigen Brodessen, mit allen Treuen, item, daß ich helfen soll, daß meinemNächsten (gleich wie mir selbst) das Seine durch obgenannte Stückenicht genommen werde. Ich lerne auch, daß Gott durch solch Ke-