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5 (1827)
Entstehung
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140
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140 Dr, M. Luthers einfältige Weise zu beten, ec.

oder nlle fromme Christen bey dir, und du unter ihnen in ein-müthigem, einträchtigem Gebet, welches Gott nicht verachtenkann, und gebe nicht vom Gebet, du hubest denn gesuget odergedacht: Wohlan, diß Gebet ist bey Gott erhöret, das weiß ichgewiß und fürwahr, daß heißt Amen.

Auch sollt du wissen, daß ich nicht will diese Worte alle imGebet gesprochen haben; denn da würde doch zuletzt ein Ge-plapper und eitel ledig Gewäsch aus, aus dem Buch oder Buch-staben daher gelesen, wie die Rosenkrantze bey den Layen und dieGebet der Pfaffen und Mönche gewesen sind, sondern ich willdas Hertz damit gereitzt und unterrichtet haben, was es für Ge-dancken im Vater Unser fassen soll. Solche Gedancken aber kanndas Hertze (wenns recht erwärmet und zu beten 'ustig ist) wohlmit viel andern Worten, auch wohl mit wenigern oder mehrWorten aussprechen. Denn ich auch selber mich an solche Worteund Syllaben nicht binde, sondern heute so, morgen sonst dieWorte spreche, darnach ich warm und lustig bin, bleibe doch, sonahe ich immer kann, gleichwohl bey demselben Gedancken undSinn, kömmt wohl oft, daß ich in einem Stück oder Bitte inso reiche Gedancken spatzieren komme, daß ich die andern sechslasse alle anstehen. Und wenn auch solche reiche, gute Gedanckenkommen, so soll man die andern Gebete fahren lassen und sol-chen Gedancken Raum geben, und mit Stille zuhören und bey-leibe nicht hindern, denn da predigt der Heilige Geist selber.Und seiner Predigt ein Wort ist weit, weit besser, denn unsrerGebete tausend. Und ich habe auch also oft mehr gelehrt in einemGebet, weder ich aus viel lesen und dichten hatte krigen können.

Darum liegt die jgrösseste Macht daran, daß sich das Hertzzum Gebet ledig und lustig mache, wie auch der Prediger 4, 17,sagt: Bereite dein Hertz vor dem Gebete, auf daß du nicht Gottversuchest. Was ists janders, denn Gott versuchen, wenn dasMaul plappert und das Hertz anderswo zerstreuet ist, wie jenerPfaff betete auf die Weise: Heus, in aullitc>r!un> meum in-lenlle. Knecht, hast du ausgespannet? Lninine, aci alliuuan-tluin ine iestina. Magd, gehe, milck die Kühe! C-Ioria Uatr,et 1'iiio et Lpiritui Lancto. Lausse, Bube, daß dich der Rittschütt w., welcher Gebete ich mein Tage im Pabstthum viel ge-köret habe und erfahren habe, und sind fast alle ihre Gebcter derArt. Damit wird Gottes nur gespottet, und wäre besser, siespieleten dafür, wenn sie ja nichts bessers thun könnten oder woll-ten. Denn ich hab selbst solcher llorss Canonicas mein Tage